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Deutsche und kroatische Idiome kontrastiv

Eine Analyse von Ausdruck und Funktion

Anita Pavic Pintaric

Gegenstand dieser Monographie ist die kontrastive Untersuchung der deutschen und kroatischen Idiome auf Grund ihrer Merkmale der Expressivität, Emotionalität, der Modifizierbarkeit und Übersetzbarkeit, sowie ihrer Funktionen. Ziel ist es, Idiome im Deutschen und Kroatischen aus mehreren Blickwinkeln in Bezug auf die innere Beteiligung der Autoren in unterschiedlichen Texten zu untersuchen und zu vergleichen. Die Materialbasis bilden journalistische und literarische Texte als Quellen verschiedener Fallstudien.

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7. Expressivität und Emotionalität der Idiome

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53 7. Expressivität und Emotionalität der Idiome Viele Phraseologismen haben unter konnotativen Aspekten ein Plus gegen- über entsprechenden einfachen Wörtern bzw. gegenüber einer nicht-phra- seologischen äquivalenten Formulierung. Zum Teil handelt es sich dabei aber um latente Eigenschaften, die erst in bestimmten Kontexten wirksam werden. (Burger 2010: 81) Die Bezeichnungen von Idiomen als expressiv und emotional findet man in etli- chen Studien zur Phraseologie. Es wird aber sehr selten auf die Frage eingegan- gen, was dabei überhaupt als expressiv und emotional bezeichnet werden kann. Emotional bedeutet laut DUW „mit Emotionen verbunden, aus einer Emotion erfolgend; gefühlsmäßig“ und ist bildungssprachlich und fachsprachlich mar- kiert. In DUW finden wir folgende Erklärung des Begriffs expressiv: zu lat. ex- pressus, express (bildungsspr.) „ausdrucksvoll, ausdrucksstark, ausdrucksbetont, mit Ausdruck: eine expressive Gebärde, expressiver Stil,31 etw. expressiv schil- dern“. Drescher (1997: 70) hebt hervor, dass kein linguistisches Zeichen a priori expressiv sein kann, sondern dass die Expressivität das Ergebnis der Interaktion bestimmter Faktoren in einer spezifischen kommunikativen Situation ist (vgl. auch Burger 2010: 81–82 und Schmale 2010 in Bezug auf Expressivität der Phra- seme). Wolf (2010: 35) findet es wichtig, „dass die sprachlichen Verfahren zum Ausdruck von Expressivität einen kognitiven Grundzug erkennen lassen: Wir erfahren und versprachlichen Expressivität und somit auch Emotionalität als ei- nen markierten, merkmalhaltigen Prozess […]“. Als expressiv werden Wörter bezeichnet, die neben der denotativen auch die konnotative Komponente der Emotionalität und Bewertung haben (Schiller 2007, Sandig 2007: 16732)...

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