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Die Besteuerung der luxemburgischen Société de Participations Financières (SOPARFI)

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Bianca Wohlfart

Dieses Buch beschäftigt sich mit der «Soparfi» (Société de Participations Financières), welche im Wirtschaftsverkehr eine in Luxemburg ansässige und regelmäßig als GmbH (S.à r.l.) oder AG (S.A.) gegründete Finanzbeteiligungsgesellschaft bezeichnet, die in der internationalen Steuerberatung eingesetzt wird. Die «Soparfi» unterliegt in Luxemburg der unbeschränkten Steuerpflicht, jedoch gelten für sie weitreichende Steuervergünstigungen. Hierzu zählt insbesondere das luxemburgische Schachtelprivileg, das eine weitgehende Freistellung von der Körperschaft-, Gewerbe- und Vermögensteuer vorsieht. Die Autorin untersucht die Voraussetzungen, Folgen und Besonderheiten des luxemburgischen Schachtelprivilegs i.V.m. der «Soparfi» und geht auf deren Einsatz im Rahmen der internationalen Steuerplanung und etwaige Missbrauchsgrenzen ein.

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B. Die Besteuerung der Soparfi

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Die Soparfi unterliegt (als gewöhnliche Handelsgesellschaft) den allgemein gel- tenden Regeln der Besteuerung.148 Das bedeutet, dass sie regelmäßig Subjekt der luxemburgischen Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Vermögensteuer ist sowie einer Abgabe zugunsten eines nationalen Beschäftigungsfonds149 unterliegt.150 I. Körperschaftsteuer Der Begriff der Soparfi erfasst grundsätzlich sämtliche in Luxemburg unbe- schränkt steuerpflichtige Körperschaftsteuersubjekte gem. Art. 159 Abs. 1 LIR. 1. Steuersubjekt Das luxemburgische Einkommensteuergesetz enumeriert in Art.  159 Abs.  1, Buchstabe A und B LIR die Körperschaften (organismes à caractère collectif), die ihrer Rechtsform nach von der Körperschaftsteuer erfasst sind. Hierzu zählen im Wesentlichen: – Kapitalgesellschaften wie die luxemburgische S.à r.l, S.A., S.C.A. und die S.E. und – Genossenschaften (sociétés coopératives), Landwirtschaftsverbände (associa- tions agricoles)151, die ScoSA und die europäische Genossenschaft (société coo- pérative européenne, S.C.E.). Neben der Gründung entsprechend einer der aufgelisteten Rechtsformen, ist im Rahmen der unbeschränkten Körperschaftsteuerpflicht in Luxemburg außerdem erforderlich, dass die Körperschaft im Großherzogtum Luxemburg ihren Sitz (siège statutaire) oder ihre Hauptverwaltung (administration centrale) hat. Gem. § 15 Abs. 3 S. 1 StAnpG, dem abgeänderten luxemburgischen Steueranpassungs- gesetz152, hat eine Körperschaft ihren Sitz an dem Ort, der durch Gesellschafts- vertrag, Vereinssatzung, Stiftungsgeschäft oder dergleichen bestimmt ist. Damit ist der statutarische Sitz also unabhängig von der Tätigkeit des Unternehmens 148 Günkel, Bericht über die Steuerfachtagung 1993, S. 39 (44). 149 franz.: Contribution au fonds d’emploi. 150 Beetschen/Charvériat, Holdings,...

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