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Qualitätsentwicklung an Waldorfschulen

Entwicklung und Evaluation eines zertifizierten Verfahrens

Series:

Richard Landl, Jürgen Peters and Alexander Röhler

Die Autoren präsentieren die Resultate einer prozessbegleitenden Evaluation eines Qualitätsverfahrens, das auf der Wahrnehmung konkreter Unterrichtssituationen, deren professioneller Auswertung und intensiver pädagogischer Zusammenarbeit in Kleingruppen beruht. Neben der gesteigerten Selbstreflexion und einer Verbesserung des eigenen Unterrichts erlebten die Lehrer eine deutliche Verbesserung ihrer kollegialen Beziehungen und ihrer Zusammenarbeit. Als stärkendes Element wurde das vertrauensvolle und wertschätzende pädagogische Gespräch zur Unterstützung konkreter Unterrichtssituationen erfahren. Erreicht wurde dieser Erfolg durch ein Verfahren, das mit der Unterstützung externer Lehrer auf die Selbstqualifizierung eines Kollegiums angelegt ist.

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Vorwort (Richard Landl)

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Vorwort Das hier dargestellte pädagogische Qualitätsverfahren hat zum Ziel, Qualität von Schule direkt an ihrem Entstehungsort zu entwickeln: im konkreten Un- terrichtsgeschehen in der Klasse� An diesem Ort der eigentlichen Wertschöp- fung schulischer Arbeit, dem lebendigen Prozess zwischen Lehrer1 und Schüler und der Schüler untereinander soll der einzelne Lehrer bei der Verbesserung seines Unterrichts und dessen Weiterentwicklung unterstützt werden� Dabei bilden den Ausgangspunkt seine aktuellen Fähigkeiten – sei es die Situation des Berufsanfängers mit wenig Erfahrung, aber viel Begeisterungsfähigkeit; sei es der erfahrene Lehrer, der immer noch Freude über Entdeckungen an seinen Schülern und seinem Stoff hat; oder sei es der etwas flügellahme, vom Alltagsgeschehen ermattete Lehrer� An welcher Stelle seiner Berufsbiografie ein Lehrer auch immer stehen mag, ist es das Ziel dieses Qualitätsverfahrens, seine eigenen Entwicklungsfelder und eventuell auch Entwicklungsnotwendig- keiten für die Zukunft sichtbar zu machen und ihn zu befähigen, sich gezielt auf den Weg der konkreten Realisierung zu begeben� Doch wie ist eine solche Impulsierung möglich, ohne einen beständigen äußeren Druck auszuüben? Das dargestellte Qualitätsverfahren beantwortet diese Frage verblüffend einfach: durch intensive kollegiale Zusammenarbeit� Diese umfasst in erster Linie die eigenen Kollegen der Schule, wird aber er- gänzt durch erfahrene Lehrer und Mentoren von außen� Wird eine solche Zu- sammenarbeit gemeinsam gestaltet und stützt sie sich auf ebenso gemeinsam festgelegte Verbindlichkeiten, so lässt sich ein oft noch wenig genutzter – wenn auch durchaus im...

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