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Vertragliche Nebenpflichten beim Vertragsmanagement

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Franziska Ritter

Während das Vertragsmanagement in der Rechtswissenschaft bislang vor allem unter dem Aspekt des Risiko- und Compliance-Managements erörtert wurde, steht in diesem Buch das Vertragsmanagement in seinen zivilrechtlichen Bezügen im Mittelpunkt. Die Autorin schafft einen Überblick über die Formen des Vertragsmanagements und bietet eine Definition der Inhalte. Des Weiteren nimmt sie Stellung dazu, unter welchen Voraussetzungen eine neue Nebenpflicht zur Benutzung eines Vertragsmanagements besteht. Insbesondere geht die Verfasserin dafür auf öffentlich-rechtliche und zivilrechtliche Normen ein, welche im Ergebnis eine solche Pflicht einschließen. Abschließend setzt sich die Autorin mit der Frage auseinander, welche mitunter neuen Nebenpflichten für den Nutzer eines Vertragsmanagements entstehen.

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Teil C: Bildung von Nebenpflichtenzur Benutzung einesVertragsmanagementsystems

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89 Teil C: Bildung von Nebenpflichten zur Benutzung eines Vertragsmanagementsystems Im Folgenden soll darauf eingegangen werden, ob sich durch den möglichen Einsatz eines Vertragsmanagementsystems eine Nebenpflicht zur Verwendung entwickeln kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Hierzu wird zunächst dargestellt, wie das technisch unterstützte Vertragsmanagement funktioniert (I.). Für die Nutzung einer Vertragsmanagementsoftware bedarf es dabei einer Daten- bank. Da es verschiedene Möglichkeiten der Datenbanknutzung gibt, der Umgang mit relationalen Datenbanken aber derzeit am häufigsten ist333, wird eine Begren- zung auf diese Datenbanken vorgenommen und deren Historie und Funktionsweise kurz erläutert. Sodann wird Bezug auf die Frage nach einer Nebenpflicht zur Ver- wendung des Vertragsmanagements genommen (II.). I. Funktionsweise und Historie des technisch unterstützten Vertragsmanagements 1. Knappe Historie der relationalen Datenbanken Um Daten langfristig aufbewahren und auffindbar machen zu können, bietet es sich für Unternehmen an, Datenbanken einzuführen. Eine Vielzahl von Unternehmen hat dies bereits getan, um Portale für gesammelte Informationen zu schaffen und diese personenunabhängig nutzen zu können334. Die Datenbanknutzung entwickelte sich in den 1960er Jahren. Vorher konnten Daten zwar neben der manuellen Speicherung in Aktenordnern auch schon technisch gespeichert werden, das geschah aber nur durch die Ablage in elementaren Dateien335 und bedeutete, dass jedes Programm nur mit den ausschließlich ihm zugeordneten Dateien arbeiten konnte.336 Für viele Unter- nehmen hatte dieses Vorgehen Probleme zur Folge, die zum Teil noch heute bei einer zentralen Speicherung der Datensätze auftreten. Bei der...

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