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Morphologisch-semantische Modellierung internationaler Fachsprache

Die sicherheitsrelevante Ortungsterminologie der Landverkehrsfachsprache in Deutsch, Englisch und Türkisch

Ayse Yurdakul

Ziel der Autorin ist die Entwicklung einer morphologisch-semantischen Modellierungsmethode zur Klärung semantischer Probleme in einer mehrsprachigen Terminologie (in der sicherheitsrelevanten Ortungsterminologie der Landverkehrsfachsprache in Deutsch, Englisch, Türkisch). Intralinguale Probleme (Synonymie, Polysemie, Homonymie) klärt sie durch einen morphologischen Ansatz und interlinguale Probleme (Äquivalenzprobleme) durch einen semantischen Ansatz (durch Klärung intralingualer Probleme). Folglich entsteht eine konsistente mehrsprachige Terminologie. Aus der Untersuchung resultiert, dass intralinguale Probleme interlinguale Probleme verursachen. Insofern führt ihre Behebung zur Behebung interlingualer Probleme. Ausgenommen von diesem Zusammenhang sind terminologische Lücken.

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6. Die iglos-Terminologiearbeit

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Das Akronym iglos steht für intelligentes Glossar und bezeichnet die Terminologie- arbeit und das Terminologiemanagementsystem des Instituts für Verkehrssicher- heit und Automatisierungstechnik der Technischen Universität Braunschweig seit 2009 unter Leitung von Eckehard Schnieder59 (vgl. Stein 2012: 47–48). Das Hauptziel der iglos-Terminologiearbeit besteht in der Harmonisierung von Ter- minologien diverser Fachsprachen sowohl auf monolingualer als auch auf mul- tilingualer Ebene. Zu den untersuchten Fachsprachen gehören beispielsweise die Verkehrstechnik, die Schienenfahrzeugtechnik, die Kraftfahrzeugtechnik, die Linguistik, die Informatik etc. Neben dem Deutschen und dem Englischen sind weitere Gesamtsprachen wie das Französische, das Chinesische, das Slowakische, das Türkische etc. inkludiert (vgl. iglos 2012). In diesem Kapitel präsentiere ich als erstes das iglos-(Fach-)Lexemmodell in extenso. Danach konkretisiere ich dieses durch die iglos-Relationslexeme. Die At- tributhierarchie, die sich für die Terminusbildung und die Terminusabgrenzung als grundlegend herausstellt, behandele ich in groben Zügen, da der Schwerpunkt dieser Arbeit nicht auf der Quantifizierung von Termini liegt. Den Fokus der vor- liegenden Untersuchung bildet die Terminusrelationierung durch linguistische, kausale und funktionale iglos-Relationslexeme. Im letzten Unterkapitel gehe ich auf die Konstruktion eines Terminologiesystems mithilfe der Terminusrelatio- nierung ein. 6.1 Das trilaterale, varietätenbezogene iglos-Lexemmodell In Analogie zum semiotischen Zeichenmodell nach Ogden/Richards (1972 [1923]: 11) wird ein sprachliches Zeichen nach der iglos-Terminologiearbeit über ein sogenanntes iglos-Zeichenmodell (Schnieder, Stein & Schielke 2011: 28) beschrieben. Da sich dieses Modell insbesondere für die Beschreibung von Ter- mini als Fachlexeme eignet, bezeichne ich es in meiner Arbeit als iglos-(Fach-) Lexemmodell. Der Hauptunterschied...

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