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Die offene Investmentkommanditgesellschaft

Investmentrecht, Gesellschaftsrecht und Anlegerschutz

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Philipp Mohr

Die Einführung der offenen Investmentkommanditgesellschaft mit dem Kapitalanlagegesetzbuch im Jahr 2013 wirft eine Fülle an aktuellen Fragen sowohl in aufsichtsrechtlicher wie auch in gesellschaftsrechtlicher Hinsicht auf. Die Investmentkommanditgesellschaft stellt einen Investmentfonds im Gewand einer Personengesellschaft dar. Der Autor untersucht das Recht dieser Gesellschaftsform umfassend. Von besonderer Relevanz ist hierbei die Möglichkeit der Fremdverwaltung durch eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft. Der Autor analysiert, inwieweit ein hinreichender Anlegerschutz gewährleistet wird. Er stellt dar, dass der Anleger zwar besser geschützt ist als der Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, ein optimaler Anlegerschutz jedoch nicht erreicht wird.

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B. Grundbegriffe und Grundzüge des Rechts der Investmentfonds

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Das folgende Kapitel stellt die für die Arbeit relevantesten Begrifflichkeiten dar. Schon dem erheblichen Umfang des KAGB ist es geschuldet, dass es sich hierbei nur um einen Überblick handeln kann.24 Der Schwerpunkt liegt daher auf denjenigen Begriffen und Normen, die für die Regulierung der offenen InvKG entscheidend sind und dem Leser in der weiteren Arbeit regelmäßig begegnen werden.25 I. Materieller Investmentfondsbegriff und Rechtsformzwang Bei der in dieser Arbeit behandelten offenen InvKG handelt es sich um eine von mehreren zulässigen Formen des sog. Investment vermögens. Ein Investmentver- mögen ist nach der Legaldefinition des § 1 Abs. 1 S. 1 KAGB jeder Organismus für gemeinsame Anlagen, der von einer Anzahl von Anlegern Kapital einsammelt, um es gemäß einer festgelegten Anlagestrategie zum Nutzen dieser Anleger zu inves- tieren und der kein operativ tätiges Unternehmen außerhalb des Finanzsektors ist.26 Aufgrund der Vorgaben der AIFM-RL27 und weil durch das KAGB eine umfassen- de Regulierung der Investmentfonds erfolgen soll, wählt das Gesetz einen materi- ellen Begriff des Investmentfonds, d.h. die Vorschriften des KAGB gelten für jedes 24 Die Frankfurter Allgemeine Zeitung betitelte das Gesetz nicht ganz unzutreffend als „Monumentalwälzer“, FAZ vom 10.05.2013, S. 24. 25 Weitergehende Darstellungen des KAGB finden sich u.a. bei Bäuml, FR 2013, 640; Burgard/Heimann, WM 2014, 821; Emde/Dreibus, BKR 2013, 89; Niewerth/Rybarz, WM 2013, 1154; van Kann/Redeker/Keiluweit, DStR 2013, 1483; Wallach, RdF 2013, 92; Weitnauer, BKR 2011, 143; Wollenhaupt/Beck, DB 2013, 1950. 26 Da diese Arbeit sich mit der offenen...

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