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Der bekannte Fremde

Der Vampir in der Literatur des 19. Jahrhunderts

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Oliver Hepp

Seit ihrer Verschriftlichung im 18. Jahrhundert wird die Figur des Vampirs als fremdartig beschrieben. Ihre dauerhafte Ästhetisierung – von Goethes Die Braut von Corinth bis Bram Stokers Dracula – verhalf der Figur zu einer beispiellosen Karriere, die bei genauerer Betrachtung zwei Dinge offenlegt: So fremd, wie Geschichte und Kunst sie darstellen, ist die Vampirfigur nicht. Anhand theoretischer Ansätze von Giorgio Agamben, Hans Richard Brittnacher und Homi Bhabha arbeitet der Autor den Vampir als bekannten Fremden und somit als Teil des Eigenen heraus.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Annäherung in der Abgrenzung: Das Paradox des Fremden .......................................................................11 2. Das Gehirn eines Mannes, das Herz einer Frau: Ein einschließender Ausschluss und seine fatalen Folgen ................21 2.1 „That wonderful Madam Mina!“ – Menschen UND Vampire als hybride Charaktere ............................................................................................21 2.2 Die Ebene der histoire, Teil eins: Das Oppositionspaar Eigen vs. Fremd ...34 2.3 Die Ebene der histoire, Teil zwei: Der Begriff des Stereotyps .......................40 2.4 Die Ebene des discours: Agambens Denkfigur des Homo sacer ...................................................................................................43 3. „(…) so sie Vampyri nennen“ – Zwei Dörfer, ihre Geschichten und der Beginn einer wissenschaftlichen Debatte .....................................................................53 3.1 Zwei Vampire? – Die Akten Peter Plogojowiz (1725) und Arnod Paole (1732) ...........................................................................................56 3.2 Ein Text als Scharnier und Impulsgeber – das Gutachten der Königlichen Preußischen Societät derer Wissenschafften von denen Vampyren oder Blut-Aussaugern (1732) ..............................................69 4. Die Debatte – Binäre Erklärungsparadigmen und erste Metaphorisierungen ........................................................................75 Zwischenspiel: Der Vampir (1748) als erster literarischer Impuls vor Goethe ...............................................................................................97 65. Abwesende Väter, gastverwandte Gäste und drei Fremde – Goethes „vampyristisches“ Gedicht Die Braut von Corinth (1797) .............................................................. 103 5.1 Die ambivalente Rezeption der Zeitgenossen ............................................. 103 5.2 Von der „Zeitenwende“ zur „anthropologischen Schwellenlage“ – der Forschungsdiskurs ................................................................................... 108 5.3 Drei Fremde oder drei fremde Bekannte? – Goethes Ballade Die Braut von Corinth an der Schwelle des 19. Jahrhunderts ................... 113 6. Ähnlichkeiten, Referenzen und Pathologien – John Polidoris The Vampyre (1819) ............................................................. 127 6.1 Aneinander vorbei – zwei Forschungsdiskurse zu The Vampyre ............. 130 6.2 „The quenching of his thirst“ – A fragment ................................................ 136 6.3 Sowohl als auch – Ununterscheidbarkeiten als narratives Prinzip und das Potenzial...

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