Show Less

Die Rechtsnatur der Gesellschafterkonten

Series:

Yorck Frese

Im Mittelpunkt des Buches steht die Bestimmung der handelsrechtlichen Rechtsnatur von Gesellschafterkonten in Personenhandelsgesellschaften. Der Autor untersucht Kriterien aus Rechtsprechung und Literatur auf ihre Bedeutung für die Qualifikation eines Gesellschafterkontos als Kapital- oder Forderungskonto. Die Erkenntnisse werden an typischen Gestaltungen erprobt und auf mittelbare Unternehmensbeteiligungen übertragen. Das Ergebnis ist ein differenzierter Vorschlag für eine gesellschaftsvertragliche Regelung von Gesellschafterkonten.

Prices

See more price optionsHide price options
Show Summary Details
Restricted access

7. Kapitel Ergebnisse

Extract

143 7. Kapitel Ergebnisse • Gesellschafterkonten lassen sich in Kapital- und Forderungskonten unterglie- dern. Sie haben einen Doppelcharakter: Auf der einen Seite sind sie Konten der Buchführung und für die technische Aufzeichnung von Geschäftsvorfäl- len zuständig. Auf der anderen Seite haben sie materielle Bedeutung für die auf ihnen gebuchten Geschäftsvorfälle. • Die Abgrenzung von Kapital- und Forderungskonten entspricht der Abgren- zung von Eigen- und Fremdkapital. Abzustellen ist auf einen rechtsformspezi- fischen funktionalen Eigenkapitalbegriff, der sich vom formellen Eigenkapital unterscheidet. • Gesellschafterkonten können nur Kapital- oder Forderungskonten sein. Misch- und Mezzaninekonten sind nicht zulässig. Es ist weder zulässig, Ei- gen- und Fremdkapitalbestandteile auf einem Konto zu buchen, noch ist es zulässig, einem Konto eine dritte Rechtsnatur zwischen Eigen- und Fremdka- pital zuzuweisen. • Kapital- und Forderungskonten werden in der Insolvenz, bei der Übertragung des Gesellschaftsanteils, der Liquidation der Gesellschaft und beim Ausschei- den eines Gesellschafters unterschiedlich behandelt. Ob ein Geschäftsvorfall auf einem Kapital- oder Forderungskonto gebucht wird, wirkt sich auf die Haftung des Kommanditisten und die Besteuerung aus. • Gesellschafterkonten werden regelmäßig im Gesellschaftsvertrag geregelt. Verbreitet ist die Führung eines festen Kapitalkontos und mehrerer weiterer Kapital- und Forderungskonten. Auf das feste Kapitalkonto kann verzichtet werden, wenn die Vermögens- und Verwaltungsrechte der Gesellschafter an abstrakte Werte angeknüpft werden. • Die Rechtsnatur von Gesellschafterkonten ist anhand des Gesellschaftsver- trags und subsidiär der gesetzlichen Regelungen zu den Gesellschafterkonten zu ermitteln. Es kommt dabei grundsätzlich auf die abstrakt zulässigen Bu- chungen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.