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Verfügbarkeit und Sucht beim Automatenspiel

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Tilman Becker

Das Buch beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Glücksspielen und dem Ausmaß pathologischen Glücksspiels in der Bevölkerung. Die Thematik wird kontrovers diskutiert und betrifft insbesondere das Automatenspiel. Die Gesetzgebung sieht Maßnahmen vor, die auf eine Verringerung der Gefährdung abzielen. Der Autor stellt verschiedene mögliche Maßnahmen vor und bewertet ihre Wirksamkeit.

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3. Theoretischer Hintergrund

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31 3. Theoretischer Hintergrund Um zu einer Bewertung der verschiedenen Maßnahmen zu kommen, die im Rahmen der gesetzlichen Verhältnisprävention geplant sind bzw. möglich wären, ist ein theoretischer Hintergrund bzw. sind Kriterien notwendig. Aus wissen- schaftlicher Sichtweise sind diese offen zu legen, d. h. sie müssen intersubjektiv nachvollziehbar gemacht werden. In diesem Abschnitt soll der theoretische Hintergrund, d. h. die Basis für die Bewertung verschiedener Maßnahmen der Verhältnisprävention, dargelegt werden. Bei einer Bewertung dieser Maßnahmen ist deutlich zwischen pathologi- schen, problematischen, riskanten, unproblematischen und Nichtspielern zu unterscheiden. So wird bspw. das Klimpern der Münzen bei der Gewinnaus- schüttung durch einen Geldspielautomaten von einem pathologischen Spieler anders wahrgenommen als von einem Nichtspieler. Für einen pathologischen Spieler kann es ein Auslöser oder „Trigger“ darstellen, der den unwiderstehli- chen Drang zum Spielen auslöst. Für einen Nichtspieler ist das Klimpern der Münzen in der Regel nur ein lästiges Geräusch. Diese Unterscheidung ist für die Konzeption effektiver gesetzlicher Präventi- onsmaßnahmen elementar. So mögen bestimmte Maßnahmen aus der Perspek- tive des Nichtspielers eher geeignet erscheinen, diesen vom Spielen abzuhalten, während dieselben Maßnahmen einen pathologischen Spieler gerade zum Spie- len verleiten. Ein Beispiel hierfür ist der Ausschluss von Tageslicht in Spielstätten. Für einen Nichtspieler mag dies eher abschreckend wirken, während es für einen pathologischen Spieler die Spielstätte attraktiv macht. In der Regel werden die gesetzlichen...

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