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Gesellschaften in Bewegung

Literatur und Sprache in Krisen- und Umbruchzeiten

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Edited By Ernest W.B. Hess-Lüttich, Carlotta von Maltzan and Kathleen Thorpe

Wie werden Aufstände, Rebellionen, Revolutionen, Systemwechsel, Krisen und Umbrüche in Gesellschaften in Literatur und Sprache reflektiert? Welchen Beitrag leisten Texte, Filme und andere Medien im sozialen Wandel? Wie wird Afrika in Europa und umgekehrt Europa in Afrika gesehen? Bedeutet die Globalisierung das Ende der Postkolonialität? Wie werden Identifizierungen zu Identitätskonstruktionen und wie werden sie diskursiv umgesetzt? Welche Rolle spielt Sprache für die Konstruktion von Identität in mehrsprachigen Kontexten? Welchen Stellenwert haben Übersetzungen? Wie verändern sich Sprachen und was sagen sie über die jeweiligen gesellschaftlichen Prozesse aus? Antworten auf solche Fragen geben Beiträge internationaler Experten interkultureller Germanistik.

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VI Unterwegs – zu neuen Ufern

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Dieter Heimböckel (Universität Luxemburg, Belval) Bewegung und/als Inversion Yoko Tawada, Thomas Stangl und Hans Christoph Buch Abstract When societies undergo transformations, so do the authors who write within or about them. This applies in a particular way to contemporary literature; its representatives p refer to be on the move. There is an abundance of historical models of being underway in literature: from Ovid to Dante Alighieri, Baudelaire and Joyce, to Nabokov in the recent past. And all of them are, at least in the broadest sense, chroniclers and seismographs of a time and a world that was either undergoing or standing at the threshold of upheaval. Outside of travel literature, being underway is currently more than just a prerequisite of and theme within literature; rather, it is itself inscribed into its aesthetic processes and structures. This phenomenon is explored from different perspectives in the works of three authors in the field of intercultural literature: Yoko Tawada, Thomas Stangl and Hans Christoph Buch. Zusammenfassung Wenn Gesellschaften sich bewegen, bewegen sich auch ihre Autorinnen und Autoren, die in ihr oder über sie schreiben. Das gilt jedenfalls für die Literatur der Gegenwart in besonderer Art und Weise. Ihre Repräsentanten sind vorzugsweise unterwegs. His- torische Vorbilder für das Unterwegssein der Literatur gibt es freilich zur Genüge: Die Linie reicht von Ovid über Dante Alighieri, Baudelaire und Joyce bis zu Nabokov in der jüngeren Vergangenheit. Und sie alle sind, zumindest im weitesten Sinne, Chronisten und Seismographen einer Zeit...

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