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Zwischenevaluierung des Glücksspielstaatsvertrags

Beiträge zu den Symposien 2014 und 2015 der Forschungsstelle Glücksspiel

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Edited By Tilman Becker

Dieser Konferenzband vereint die Beiträge der Symposien 2014 und 2015 der Forschungsstelle Glücksspiel. Schwerpunkt beider Veranstaltungen war die Bewertung des Glücksspieländerungsstaatsvertrags, der zum 1. Juli 2012 in Kraft getreten war. Referenten verschiedener Fachdisziplinen erörterten zentrale Anliegen des Vertrages, etwa den Spielerschutz oder Responsible Gambling. Weitere Themen betrafen u.a. aktuelle Entwicklungen zum Online-Glücksspiel bzw. die Einrichtung einer Glücksspielkommission.

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Responsible Gaming – die Entwicklung einer Motivationsgruppe für Glücksspieler in Köln (Wolfgang Kursawe)

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Wolfgang Kursawe* Responsible Gaming – die Entwicklung einer Motivationsgruppe für Glücksspieler in Köln 1. Kurzzusammenfassung Die Entwicklung der Motivationsgruppe für Glücksspielsüchtige in Köln in den Jahren 2007 bis 2012 verdeutlicht die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung der Glücksspielsucht als Verhaltenssucht. Das Verhaltenskon- zept des Responsible Gaming leistet einen Beitrag im Rahmen der Prä- vention betreffs dieser Verhaltenssucht. Es werden praktische Beispiele zur Weiterentwicklung der Motivationsgruppe für Glücksspieler in Köln aufgezeigt und anschaulich erörtert. Die dargestellten Folgerungen für die Arbeit der Motivationsgruppe konzentrieren sich auf Aspekte der Produkt-, Vertriebs- und Kommunikationspolitik. Responsible Gaming ist ein Verhal- tenskonzept, was die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Spielern, Sucht- experten, Ökonomen, Juristen und vielen anderen Fachkräften erfordert. Dieses Verhaltenskonzept gilt es wissenschaftlich zu erforschen, zu belegen und mittels praktischer Beispiele in die Realität umzusetzen. 2. Einleitung Seit März 2001 ist pathologisches Glücksspielen (ICD-10, F 63.0; DSM- IV, 312.31) als eigenständiges Krankheitsbild innerhalb der psychischen Störungen durch die Spitzenverbände der Krankenkassen und Rentenver- sicherungsträger in der Bundesrepublik Deutschland für die medizinische Rehabilitation (Therapie) anerkannt. Diese bedeutsame Entscheidung steht in der Tradition mit dem Urteil des Bundessozialgerichts im Jahr 1968, mit dem Abhängigkeit (z. B. Alkoholabhängigkeit) als Krankheit anerkannt wurde. * Dr. Wolfgang Kursawe ist u. a. Leiter der Fachstelle Glücksspielsucht Köln bei der Drogenhilfe Köln. Er ist u. a. als psychoanalytisch-orientierter Einzel- und Gruppentherapeut für Suchtkranke tätig. Wolfgang Kursawe26 Das...

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