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Die Besteuerung von Auslandsmitarbeitern in der Entwicklungszusammenarbeit

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Sarah Anna Dreher

Auslandsmitarbeitern in der Entwicklungszusammenarbeit (Entwicklungshelfer, entsandte Fachkräfte etc.) stellen sich verschiedene steuerliche Probleme, die darin begründet liegen, dass ihre Tätigkeit einen Auslandsbezug aufweist und ihre Vergütungen regelmäßig staatlich finanziert werden. Die Autorin geht auf die innerstaatlichen Kassenstaatsregelungen ein und analysiert, unter welchen Voraussetzungen die im Ausland tätigen Mitarbeiter überhaupt in Deutschland steuerpflichtig sind und welche Möglichkeiten zur Vermeidung einer etwaigen Doppelbesteuerung der Einkünfte bestehen. Weiterhin untersucht sie die relevanten Sonderregelungen der Doppelbesteuerungsabkommen und erörtert das Verhältnis zu den Steuerklauseln der Rahmenabkommen über Technische Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern.

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Kapitel 4: Steueranrechnung nach § 34c Abs. 1 EStG

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81 Kapitel 4: Steueranrechnung nach § 34c Abs. 1 EStG Auf unilateraler Ebene kann eine im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit entstehende Doppelbesteuerung gem. § 34c Abs. 1 EStG durch Anrechnung der ausländischen Einkommensteuer ausgeglichen werden, wenn nicht vorrangige Abkommensvorschriften bestehen. Sofern die Voraussetzungen der Steueran- rechnung erfüllt sind, kann statt der Steueranrechnung auch der Steuerabzug gem. § 34c Abs. 2 EStG gewählt werden. Nach § 34c Abs. 1 EStG kann bei unbeschränkt Steuerpflichtigen, die auslän- dische Einkünfte erzielt haben, welche auch im Quellenstaat der Besteuerung unterlegen haben, diese ausländische Steuer auf die in Deutschland zu zahlende Steuer angerechnet werden. Die Regelung ist auf unbeschränkt steuerpflichtige Auslandsmitarbeiter gem. §  1 Abs. 1  EStG i.V.m. §§  8, 9 AO bzw. § 1 Abs. 2 EStG anwendbar. Die Aus- nahmeregelung zur Anwendbarkeit des § 34c EStG auf beschränkt steuerpflich- tige Einkünfte gem. § 50 Abs. 3 EStG betrifft Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nicht und hat allenfalls für freie Auslandsmitarbeiter, die Einkünfte i.S.d. §  18  EStG erzielen, Bedeutung. Irrelevant ist, ob der Steuerpflichtige auch im ausländischen Staat unbeschränkt steuerpflichtig ist.320 A. Vorliegen ausländischer Einkünfte i.S.d. § 34d EStG Der Steuerpflichtige muss ausländische Einkünfte i.S.d. §  34d  EStG beziehen. Im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit kommen bei nichtselbständigen Arbeitnehmern ausländische Einkünfte gem. § 34d Nr. 5 EStG in Betracht. Bei Selbständigen könnten ausländische Einkünfte gem. § 34d Nr. 3 EStG vorliegen. I. Ausländische Einkünfte gem. § 34d Nr. 5 EStG Einkünfte aus nichtselbst...

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