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Islamisches Recht in Theorie und Praxis

Neue Ansätze zu aktuellen und klassischen islamischen Rechtsdebatten

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Edited By Mouez Khalfaoui and Bülent Ucar

Spielt das islamische Recht noch eine Rolle im Leben und Denken gegenwärtiger Muslime? Was kann man von der Scharia noch umsetzen? Wie steht die Scharia mit säkularem Recht im Verhältnis? Sind die Maqasid noch anwendbar? Diese Fragen werden von Laien-Muslimen sowie Experten häufig gestellt. Die Beiträge dieses Bandes bieten einen Einblick in die innerislamische Debatte über das islamische Recht und seine Rolle im Leben gegenwärtiger Muslime. Dabei sind mindestens zwei Hauptansätze von besonderer Bedeutung: im ersten Teil werden die Fragen der Entstehung, Definition und Entwicklung des islamischen Rechts debattiert. Der zweite Teil ist dem Thema Maqasid gewidmet. Hierbei werden bedeutende Abschnitte aus arabischen Quellen ins Deutsche übersetzt. Somit wird in diesem Buch eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart sowie zwischen Theorie und Praxis geschlagen.

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Moderne Medizinische Beweisführung und ihre Relevanz für die Normenlehre (Ibrahim Salama)

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Ibrahim Salama Moderne Medizinische Beweisführung und ihre Relevanz für die Normenlehre Einleitung Die Normenlehre (fiqh) ist kein starres theoretisches Gebilde, das der Praxis keine Achtung schenkt. Die Dynamik der Normenlehre ist ein Ergebnis der Auseinandersetzung der Rechtsgelehrten mit den Gegebenheiten ihrer Zeit und der Heranziehung der sichergestellten Kenntnisse zur Beurteilung neuer Fragestellungen. Die Bewahrung der Abstammung ist eine der fünf Notwendigkeiten, für welche die Scharia mit ihren Bestimmungen sorgt. Zu den Intentionen der Scharia in Bezug auf die Bewahrung der Abstammung gehört die Zuschrei- bung der Kinder zu ihren leiblichen Eltern und die Aufrechterhaltung der klaren Linien der Familie. Von der Abstammung eines Menschen hängen viele praktische Regelungen ab, wie beispielsweise Eheverbote, Unterhalts- und Erbschaftsansprüche. Daher weist folgender Koranvers1 auf ein Verbot der Zuschreibung der Kinder zu einem anderen als ihrem leiblichen Vater hin: Allah hat keinem Mann zwei Herzen in seinem Inneren gemacht. Und Er hat eure Gattinnen, von denen ihr euch durch den Rückenschwur trennt, nicht (wirklich) zu euren Müttern gemacht. Und Er hat eure angenommenen Söhne nicht (wirklich) zu euren Söhnen gemacht. Das sind eure Worte aus eurem (eigenen) Mund. Aber Allah sagt die Wahrheit, und Er leitet den (rechten) Weg. Nennt sie nach ihren Vätern; das ist gerechter vor Allah. Wenn ihr ihre Väter nicht kennt, dann sind sie eure Brüder in der Religion und eure Schützlinge. Es ist für euch keine Sünde in dem, was ihr an Fehlern...

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