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Das kulturelle Gedächtnis Europas im Wandel

Literatur über Shoa und Gulag

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Edited By Karol Sauerland and Yvonne Pörzgen

Die Autorinnen und Autoren der Beiträge gehen davon aus, dass eine Erinnerung an die Greuel des zwanzigsten Jahrhunderts, die sowohl den Gulag als auch die Shoa umfasst, zu den Grundvoraussetzungen politischer und gesellschaftlicher Annäherung in Europa gehört. Die Texte leisten eine Zusammenschau des Schreibens über Lagererfahrung in unterschiedlichen Kulturräumen und loten das Spannungsfeld zwischen der literarischen Darstellung der Entmenschlichung und der rhetorischen Distanz der Erzähler gegenüber dem Geschehenen aus. Sie lenken darüber hinaus ihre Aufmerksamkeit auf die Art, wie das millionenfache Leid künstlerisch verarbeitet wird. Wenngleich Adornos Verdikt, nach Auschwitz verbiete sich jede Kunst über Auschwitz, immer weniger Anhänger findet, so bleibt doch die Frage, wie Literatur diesem Leid gerecht werden kann.

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Karol Sauerland / Yvonne Pörzgen (Hrsg.) Das kulturelle Gedächtnis Europas im Wandel Literatur über Shoa und Gulag 8 Karol Sauerland ist Literaturhistoriker, Kulturwissenschaftler und Philo- soph. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören Kulturtrans- fer sowie die Erforschung des Umgangs mit Gedächtnis und Erinnerung in jüngster Zeit. Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Yvonne Pörzgen arbeitet unter anderem zu psychedelischer Literatur und zur Erinnerungskultur. www.peterlang.com ISBN 978-3-631-67458-1 K . S au er la nd / Y . P ör zg en (H rs g. ) · D as k ul tu re lle G ed äc ht ni s E ur op as im W an de l Die Autorinnen und Autoren der Beiträge gehen davon aus, dass eine Erin- nerung an die Greuel des zwanzigsten Jahrhunderts, die sowohl den Gulag als auch die Shoa umfasst, zu den Grundvoraussetzungen politischer und gesellschaftlicher Annäherung in Europa gehört. Die Texte leisten eine Zu- sammenschau des Schreibens über Lagererfahrung in unterschiedlichen Kulturräumen und loten das Spannungsfeld zwischen der literarischen Dar- stellung der Entmenschlichung und der rhetorischen Distanz der Erzähler gegenüber dem Geschehenen aus. Sie lenken darüber hinaus ihre Aufmerk- samkeit auf die Art, wie das millionenfache Leid künstlerisch verarbeitet wird. Wenngleich Adornos Verdikt, nach Auschwitz verbiete sich jede Kunst über Auschwitz, immer weniger Anhänger findet, so bleibt doch die Frage, wie Literatur diesem Leid gerecht werden kann. Warschauer Studien zur Kultur- und Literaturwissenschaft Herausgegeben von Karol Sauerland WSKL 08_267458_Sauerland_gr_A5HCk PLE.indd 1 26.04.16...

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