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Ethik in Freiheit

Zur Grundlegung politischen Denkens bei Karl Jaspers

Paul R. Tarmann

Der Autor zeigt auf, dass die Idee der Freiheit für Karl Jaspers die Grundlage seines politischen Denkens und seiner politischen Ethik darstellt. Jaspers beschreibt, dass der Mensch aus Freiheit und Verantwortung heraus handeln soll, wobei die Motivatoren dafür Vernunft und Liebe seien. So kann der unbedingten Forderung entsprochen werden. Auch in der Politik soll diese Maxime umgesetzt werden. Dementsprechend ist Ethik in Freiheit die Grundlegung von Jaspers’ politischem Denken.
«Der Autor hat uns mit diesem Buch Karl Jaspers und seine Idee der Freiheit neu nahe gebracht. Möge es viele Früchte der Freiheit tragen und verbreiten!»
O. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Manfried Welan (Universität für Bodenkultur Wien)
«Der Aufgabe, eine politische Ethik bei Jaspers zu rekonstruieren, hat sich Paul R. Tarmann in vorbildlicher Weise unterzogen.»
O. Univ.-Prof. Dr. Norbert Leser † (Universität Wien)

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6. Zusammenfassung und Abstract in English

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245 6. Zusammenfassung und Abstract in English 6.1 Zusammenfassung Gegenwärtig gibt es eine Kontroverse darüber, ob Karl Jaspers eine philoso- phische Ethik schrieb, oder nicht. Da er selbst diese Frage zeit seines Lebens verneinte, begann die Diskussion darüber erst langsam. In diesem Buch wird – unter Berücksichtigung der Sekundärliteratur – geschlossen, dass we- sentliche Teile des Jaspersschen Denkens durchaus als „ethisch“ bezeichnet werden können. Diese Arbeit versucht, Grundlagen einer politischen Ethik zu finden, wie sie Jaspers zwar beschrieb, aber nicht explizit so benannte. Zunächst geht es um eine begriffliche Klärung, ausgehend von Jaspers’ eigenem Denken: Die Frage nach einer politischen Ethik wird am Beispiel der Frage nach Freiheit gestellt. Ohne Freiheit ist eine politische Philosophie für Jaspers undenkbar. Oder anders formuliert: Freiheit ist die Grundlage politischen Denkens, konkret einer politischen Ethik, wie er sie versteht. Jaspers’ politische Ethik beinhaltet die folgenden drei Schritte: Zunächst wird man sich seiner eigenen Freiheit bewusst, es geht um Subjektivität, Spontaneität und eine einmalige, unwiederholbare und unvergleichbare Situation: Ich selbst darf entscheiden und entsprechend handeln. Damit verbunden ist auch der zweite Schritt, nämlich die Verantwortlichkeit, die ich jeweils habe und die ich nicht einfach von mir weisen kann: Ich selbst muss entscheiden und entsprechend handeln. Da ich aber autonom und vernunftfähig bin, erkenne ich schließlich drittens den Sinn meiner morali- schen Verantwortung sowie die Last meiner Freiheit. Daher werde ich weder erdrückt durch die Schwere einer von außen oktroyierten Verantwortung,...

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