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Risikogeschäfte und strafbare Untreue

Entscheidungstheorie und Verhaltensökonomie im Strafrecht

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Martin Stenzel

Der Autor beschäftigt sich mit der Problematik der strafrechtlichen Beurteilung von Unternehmensentscheidungen im Rahmen des § 266 StGB. Er untersucht, ob unternehmerische Entscheidungen justiziabel sind und welche Einschränkungen gemacht werden müssen. Dazu stellt der Autor die Erkenntnisse der Entscheidungslehre und «Behavioral Economics» dar und analysiert sie umfassend. Er arbeitet heraus, inwieweit diese Erkenntnisse in das Strafrecht übertragen werden können, und zeigt deren Bedeutung für den Prozess der gerichtlichen Überprüfung einer unternehmerischen Entscheidung auf. Einen Schwerpunkt bildet die Frage, ob intuitive Entscheidungen tatsächlich schlechter als rationale Entscheidungen und daher zwangsläufig pflichtwidrig sind. Hierzu führte der Autor eine Umfrage unter Entscheidungsträgern durch.

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Inhaltsverzeichnis

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Tabellenverzeichnis .................................................................................................13 Abkürzungsverzeichnis .........................................................................................15 A. Einleitung und Problemaufriss ...................................................................19 I. Problemstellung ...........................................................................................20 II. Untersuchungsgegenstand ........................................................................23 B. § 266 StGB – Dogmatik und Kriminologie ...........................................27 I. Grundlegungen ............................................................................................27 1. Geschütztes Rechtsgut und Unrechtsgehalt ......................................27 2. Kriminologie ............................................................................................30 a) Täterstruktur ..................................................................................30 b) Untreue als wirtschaftsstrafrechtliches Delikt .......................31 3. Sozialschädlichkeit .................................................................................33 4. Systematik des Tatbestands ..................................................................34 II. § 266 StGB in der wissenschaftlichen Diskussion ................................37 C. Unbestimmtheit und Auslegungsprobleme ..........................................41 I. Pflichtverletzung ..........................................................................................42 II. Vermögensschaden ......................................................................................43 III. Verschleifung ................................................................................................45 1. Subjektiver Tatbestand ..........................................................................46 2. Faktischer Fahrlässigkeitsmaßstab ......................................................46 3. Entwicklung zu einem Gefährdungsdelikt ........................................47 IV. „Untreuemode“ und Strafverfolgungspraxis .........................................48 1. „Untreuemode“ ........................................................................................48 2. Strafverfolgungspraxis ...........................................................................50 a) Die Untreue im Ermittlungsverfahren ......................................51 6b) Bewertungsfähigkeit .....................................................................53 aa) Einstellungspraxis ..........................................................................53 bb) Ressourcen und Fachkenntnisse .................................................55 V. Zivilrechtliche Folgen .................................................................................56 VI. Verfassungsmäßigkeit .................................................................................57 VII. Notwendigkeit von § 266 StGB ................................................................60 VIII. Die „gravierende Pflichtverletzung“ ........................................................61 1. Kreditvergabeentscheidungen ..............................................................62 a) BGH, NJW 2000, 2364 ...................................................................62 b) BGH, NJW 2002, 1211 ...................................................................63 2. Die „SSV Reutlingen“-Entscheidung ...................................................63 3. Die „Kinowelt“-Entscheidung ..............................................................64 4. Verallgemeinerung .................................................................................65 D. Grundzüge der zivilrechtlichen Innenhaftung für unternehmerische Entscheidungen .........................................................73 I. Grund der Innenhaftung ............................................................................74 II. Geschäftsführerhaftung..............................................................................75 1. Ausgangspunkt – Die GmbH in der Krise .........................................76 2. Allgemeine Haftungsvoraussetzungen ...............................................76 a) Sorgfaltsmaßstab ...........................................................................76 b) „Erfolgshaftung“ ............................................................................77 c) Schaden ............................................................................................79 3. Sorgfaltspflichten ....................................................................................80 a) Allgemeine Sorgfaltspflichten ....................................................80 b) Spezielle Sorgfaltspflichten .........................................................84 4. „Unternehmerischer Ermessensspielraum“ ........................................85 5. Business Judgement Rule ........................................................................87 III. Vorstandshaftung .........................................................................................88 1. Allgemeine Sorgfaltspflichten ...............................................................90 2. Besondere Sorgfaltspflichten .................................................................91 7a) Gesetzlich normierte Pflichten ...................................................91...

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