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Risikogeschäfte und strafbare Untreue

Entscheidungstheorie und Verhaltensökonomie im Strafrecht

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Martin Stenzel

Der Autor beschäftigt sich mit der Problematik der strafrechtlichen Beurteilung von Unternehmensentscheidungen im Rahmen des § 266 StGB. Er untersucht, ob unternehmerische Entscheidungen justiziabel sind und welche Einschränkungen gemacht werden müssen. Dazu stellt der Autor die Erkenntnisse der Entscheidungslehre und «Behavioral Economics» dar und analysiert sie umfassend. Er arbeitet heraus, inwieweit diese Erkenntnisse in das Strafrecht übertragen werden können, und zeigt deren Bedeutung für den Prozess der gerichtlichen Überprüfung einer unternehmerischen Entscheidung auf. Einen Schwerpunkt bildet die Frage, ob intuitive Entscheidungen tatsächlich schlechter als rationale Entscheidungen und daher zwangsläufig pflichtwidrig sind. Hierzu führte der Autor eine Umfrage unter Entscheidungsträgern durch.

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I. Die vermeintliche Rationalität

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Im Zeitraum vom 20.03.2011 bis 27.12.2011 wurde über das Umfrageportal www.q- set.de eine Onlineumfrage zum Entscheidungsverhalten durchgeführt. I. Untersuchungsziel Untersuchungsziel war eine Analyse des Entscheidungsverhaltens der Teilnehmer. „Wie treffen wir Entscheidungen? Welche Rollen spielen Emotionen (Gefühle, Empfin- dungen, Wahrnehmungen, …) bei unseren Entscheidungen? Können wir Gefühle einfach ausblenden? Welche Rolle spielt die Intuition bei unseren Entscheidungen? Sind Bauch- entscheidungen schlechter als rationale Entscheidungen?  Ziel der Umfrage ist es, herauszufinden, welchen Einfluss Intuition und Emotionen bei unserer Entscheidungsfindung haben können.“  Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Einfluss Intuition und Emotionen auf das Entscheidungsverhalten haben. Ziel war es herauszufinden, ob intuitive Entschei- dungen auf gesellschaftliche Akzeptanz stoßen oder grundsätzlich und/oder situa- tionsbedingt nicht akzeptiert werden. Ein weiteres Ziel der Umfrage war es, Anhaltspunkte für die Akzeptanz von in- tuitiven Entscheidungen im Berufsleben zu erhalten. Die Umfrage wurde dergestalt aufgebaut, dass Teilnehmer welche (nach eigenen Angaben) im Beruf Entscheidungs- kompetenz haben, Fragen zum beruflichen Entscheidungsverhalten beantworten sollten. Es wurde gefragt, welche Faktoren berufliche Entscheidungen beeinflussen. II. Methode Die Umfrage wurde als anonymisierte Onlineumfrage über das Portal www.q-set. de durchgeführt. Teilnehmer konnten in der Zeit vom 20.03.2011 bis 27.12.2011 die gestellten Fragen beantworten. Die Umfrage wurde zeitgleich in zwei Gruppen (Gruppe I und Gruppe II) durchgeführt. Innerhalb der jeweiligen Umfragen wurde eine weitere Unterteilung vorgenommen. Haben die Teilnehmer angegeben, dass sie über berufliche Entscheidungskompetenz verfügen, mussten Fragen zum be- ruflichen Entscheidungsverhalten beantwortet werden. Diese Fragen waren für Teilnehmer, die keine berufliche Entscheidungskompetenz haben,...

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