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Fachphraseologie am Beispiel der deutschen und der polnischen Fassung des Vertrags von Lissabon

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Joanna Woźniak

Das Buch liefert eine Beschreibung und Klassifizierung von Fachphraseologismen sowie eine Analyse hinsichtlich der Struktur, Wortbildung, Semantik und Fachlichkeit. Hierfür exzerpiert die Autorin die deutschen und polnischen Fachphraseologismen aus dem Vertrag über die Europäische Union und dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Des Weiteren untersucht die Autorin mehrdimensional, ob eine Konventionalität und Formelhaftigkeit der untersuchten Vertragstexte auf einzelnen Textebenen nachweisbar ist.

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1. Das Wesen der Fachsprachen

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In diesem Kapitel wird das Wesen der Fachsprachen erörtert. Nach einer kurzen allgemeinen Begriffserklärung wird ein Überblick über den Forschungsstand und über die im Laufe der Zeit variierende Definition des Terminus Fachsprache gegeben. Im Anschluss daran werden die Merkmale der Fachsprachen auf der lexikalischen und der morphosyntaktischen Ebene sowie die Klassifikation der Fachsprachen kurz dargestellt. Eine besondere Beachtung wird im weiteren Teil der in dieser Arbeit im Mittelpunkt stehenden juristischen Fachsprache geschenkt. 1.1 Allgemeine Begriffserklärungen Die Bezeichnung Fachsprache wurde in der deutschsprachigen Fachliteratur schon im 19. Jh. geprägt (mehr dazu: vgl. u. a. S. Grucza 2004: 16). Daneben erscheinen auch solche Bezeichnungen wie Fachjargon, Spezialsprache, Gruppensprache, Be- rufssprache, Sachsprache, Zwecksprache, Arbeitssprache, Expertensprache, fachlicher Soziolekt, Subsprache, Register, Sprachvariante, Varietät, Teilsprache, Sondersprache, Sekundärsprache (vgl. Fluck 1976: 11; S. Grucza 2004: 16). Auch in der polnischen Fachsprachenforschung sind viele Bezeichnungen für Fachsprache zu finden: język specjalistyczny, język fachowy, technolekt oder idiolekt specjalistyczny (vgl. u. a. F. Grucza 2008; S. Grucza 2004; Lukszyn 2002; Pieńkos 1999). Die früher bevorzugte Bezeichnung Fachsprache wird in der neueren Literatur in ihrer Pluralform Fachspra- chen verwendet, was aus der Veränderung des Verständnisses der Relation zwischen der Fach- und Allgemeinsprache resultiert (Hoffmann 21984: 49). Die Pluralform soll signalisieren, dass der Allgemeinsprache „eine größere, bislang nicht fixierbare Zahl von primär sachgebundenen Sprachen als Subsysteme angehören“ (Fluck 1976: 11). Auf die Begründetheit der Pluralform Fachsprachen weisen auch Arntz und Picht hin und betonen, dass...

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