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Fachphraseologie am Beispiel der deutschen und der polnischen Fassung des Vertrags von Lissabon

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Joanna Woźniak

Das Buch liefert eine Beschreibung und Klassifizierung von Fachphraseologismen sowie eine Analyse hinsichtlich der Struktur, Wortbildung, Semantik und Fachlichkeit. Hierfür exzerpiert die Autorin die deutschen und polnischen Fachphraseologismen aus dem Vertrag über die Europäische Union und dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Des Weiteren untersucht die Autorin mehrdimensional, ob eine Konventionalität und Formelhaftigkeit der untersuchten Vertragstexte auf einzelnen Textebenen nachweisbar ist.

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4. Der Vertrag von Lissabon – eine kontrastive Analyse Deutsch-Polnisch

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In diesem Kapitel wird angestrebt, die zwei Hauptverträge des Vertrags von Lis- sabon, d. h. den EU-Vertrag und den AEU-Vertrag in ihrer deutschen Fassung in Hinsicht auf das Vorkommen komplexer, syntagmatischer Formulierungen – Fach- phraseologismen – zu untersuchen und die gesammelten deutschen Fachphraseo- logismen mit den polnischen aus den parallelen Verträgen exzerpierten Syntagmen zu vergleichen. 4.0 Vorgehensweise und Aufbau des Kapitels Die Gründungsverträge der EU bilden den sachlich wesentlichsten Bestandteil des Vertrags von Lissabon. In der Analyse werden die sonstigen Bestandteile des Vertrags, nämlich die 37 Protokolle, 65 Erklärungen und die Charta der Grundrechte, aufgrund ihres Umfangs zwar nicht berücksichtigt, aber vereinzelt zu Vergleichszwecken he- rangezogen (mehr zum Vertrag von Lissabon vgl. Sozański 2010). Die analysierten Sprachfassungen der Verträge gelten als Paralleltexte, die insbesondere für sprachwis- senschaftliche Untersuchungen ein angemessenes Material für kontrastive Analysen ausmachen. Man beobachtet heutzutage in vielen Bereichen des wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens im Zuge fortschreitender Globalisierung und Internationalisierung „einen zunehmenden Bedarf an Texten, die gleichzeitig für Adressaten verschiedener Sprach- und Kulturgemeinschaften gedacht sind, die also entweder als ‚parallele Texte‘ in mehreren Sprachen erstellt werden oder aber verdeckt zu übersetzen sind […]“ (House 2001: 265). Der EU-Vertrag und der AEU-Vertrag wurden durch die Mitgliedstaaten ratifi- ziert, von den jeweiligen nationalen Parlamenten angenommen und im unverän- derten Wortlaut in das nationale Rechtsystem jedes Mitgliedstaates übernommen. Somit gelten die zwei Verträge in beiden Sprachfassungen als Beispiele von Rechts- akten, die sowohl formal als auch inhaltlich Anforderungen der...

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