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Rechtswissenschaftliche Fragen an das neue Präventionsgesetz

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Edited By Indra Spiecker gen. Döhmann and Astrid Wallrabenstein

Nach drei gescheiterten Anläufen ist das Präventionsgesetz am 17.7.2015 verabschiedet worden. Dieser Tagungsband des Instituts für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht (ineges) präsentiert Beiträge zu verfassungsrechtlichen Fragestellungen der Organisations- und Finanzierungskonzepte. Zudem werden die Präventionspflichten und -maßnahmen in die verhaltens-ökonomischen Modelle des «nudging» eingeordnet sowie rechtsethisch im Spannungsfeld zwischen Paternalismus und Selbstbestimmung diskutiert.

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(Primär-)Prävention im Bundesstaat: Zwischen Daseinsvorsorge und GKV (Margarete Schuler-Harms)

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Margarete Schuler-Harms (Primär-)Prävention im Bundesstaat: Zwischen Daseinsvorsorge und GKV Prevention Act 2015 provides legislation, organisation, and services of health promotion and prevention appropriately, as it develops a health promoting overall policy. However, the regulating Federation has to respect the Constitution that splits powers between the Federation and the federal states, as well as the constitutional requirement for the distinc- tiveness of legal rules. Actually, the configuration of task responsibility of health insurance on the one hand and the Federation’s responsibility for organisation and finance on the other, has not been created in full accordance with the Constitution. I. Einleitung Das Präventionsgesetz vom 17. Juli 20151 (im Folgenden: PrävG 2015) bildet den vorläufigen Abschluss einer jahrzehntelangen Gesetzgebungsgeschichte.2 An ih- rem Beginn steht für die GKV im Jahr 1989 die Einführung des §  20 SGB V durch das Gesundheitsreformgesetz, der die primäre gesundheitliche Prävention als Sat- zungsleistung der Krankenkassen ermöglichte.3 Sie setzt sich fort mit der Stärkung der Befugnisse der Kassen auf den Gebieten der Prävention und Gesundheits- förderung durch GKV-GRG 1999.4 Ein erster Entwurf eines Präventionsgesetzes aus dem Jahr 2005 führte zur Anrufung des Vermittlungsausschusses durch den Bundesrat und fiel der Diskontinuität zum Opfer.5 Ein Referentenentwurf vom 23. November 2007 erreichte nicht einmal das Stadium eines Gesetzentwurfs. 1 Gesetz zur Förderung der Gesundheitsförderung und der Prävention vom 17. 7. 2015, BGBl. I, 1368. 2 Zum Nachfolgenden vgl. Rolf Rosenbrock/Thomas Gerlinger, Gesundheitspolitik – Eine...

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