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Verdeckte Gewinnausschüttung und freigebige Zuwendung einer GmbH

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Patrick Hoor

Das Buch setzt sich vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung mit der Frage auseinander, ob verdeckte Gewinnausschüttungen einer GmbH zugleich schenkungsteuerliche Folgen nach sich ziehen können. Besondere Probleme stellen sich, wenn mehrere Personen an der Vermögensverschiebung beteiligt sind. Es gelingt dem Autor, die vielschichtigen und rechtsgebietsübergreifenden Probleme im Zusammenhang mit Vermögensverschiebungen zwischen Kapitalgesellschaften und ihren Gesellschaftern sowie nahestehenden Personen in einer einheitlichen Darstellung zu erfassen. Unter kritischer Auseinandersetzung mit den in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Lösungsansätzen legt er dar, dass das Steuerrecht bei sachgerechter Auslegung bereits eine systematische Lösung zur Verfügung stellt.

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5. Kapitel: Die mittelbare verdeckte Gewinnausschüttung an nahestehende Personen

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5. Kapitel: Die mittelbare verdeckte Gewinnausschüttung an nahestehende Personen A. Einleitung Beschäftigte sich das vorherige Kapitel mit der Frage, ob unmittelbare verdeck- te Gewinnausschüttungen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter zugleich der Schenkungsteuer unterliegen können, ist im folgenden Teil der Arbeit der Frage nachzugehen, ob mittelbare verdeckte Gewinnausschüttungen bzw. Gewinnaus- schüttungen an nahestehende Personen schenkungsteuerpflichtig sein können. Die besondere Schwierigkeit dieser Fallgestaltung resultiert aus den verschiede- nen Beziehungen der Personen zueinander. Es handelt sich stets um Drei- oder Mehr-Personen-Verhältnisse, weshalb fraglich ist, wer Beteiligter einer freigebigen Zuwendung sein kann. Das Kapitel stellt zunächst kurz die ertragsteuerliche Ausgangssituation einer verdeckten Gewinnausschüttung an eine nahestehende Peron dar. Hieran schließt sich eine Darstellung und Analyse des derzeitigen Meinungstands an, um sodann zur eigentlichen Untersuchung überzuleiten. B. Die mittelbare verdeckte Gewinnausschüttung im Ertragsteuerrecht Eine verdeckte Gewinnausschüttung fließt üblicherweise einem Gesellschafter unmittelbar zu. Sie kann jedoch auch ohne tatsächlichen Zufluss bei diesem ge- geben sein, wenn ihm der Vorteil mittelbar in der Weise zugewendet wird, dass eine ihm nahestehende Person aus der Vermögensverlagerung Nutzen zieht. Als nahestehende Personen kommen dabei Dritte in Betracht, die in familienrechtli- cher, schuldrechtlicher, gesellschaftsrechtlicher oder tatsächlicher Beziehung zum Gesellschafter stehen.610 Die Beziehung muss den Schluss zulassen, sie habe die Vorteilszuwendung der Gesellschaft an den Dritten beeinflusst.611 610 BFH, Urteil v. 30.1.2013, II R 6/12, DStR 2013, 649 (652); BFH, Urteil v. 22.5.2005, VIII R 24/03, DStRE 2005, 764 (765); Fehrenbacher, Steuerrecht, S. 187 Rz. 44,...

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