Show Less

Nichtigkeits- und Anfechtungsgründe bei GmbH-Beschlüssen

Series:

Bettina Buddenberg

Die Autorin befasst sich mit dem Beschlussmängelrecht in der GmbH; insbesondere damit, wann ein Beschluss in der GmbH als anfechtbar oder sogar als nichtig einzuordnen ist. Da sich das Beschlussmängelrecht der GmbH nicht auf eine Regelung im GmbHG stützen lässt, macht dies den Rückgriff auf andere Vorschriften erforderlich. Die analoge Anwendung der aktienrechtlichen Bestimmungen ist hier im Grundsatz allgemein anerkannt. Bei einer entsprechenden Heranziehung ist jedoch stets die Struktur der GmbH zu beachten. Die Autorin untersucht anhand einzelner Fehlertatbestände, inwieweit eine analoge Anwendung des Aktiengesetzes in Betracht kommt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

2. Kapitel: Grundlagen der Beschlussfassung

Extract

72. Kapitel: Grundlagen der Beschlussfassung A. Beschlussfassung in den Kapitalgesellschaften Im Zentrum dieser Arbeit steht der Beschluss als Mittel der Willensbildung in der GmbH. So soll in diesem Kapitel das Zustandekommen eines Beschlusses, die Be- teiligung der Gesellschafter an der Beschlussfassung sowie die Bedeutung des Be- schlusses im Gefüge der Kapitalgesellschaften betrachtet werden. Um die Bedeutung des Beschlusses besser erfassen zu können, bedarf es zunächst einer Skizzierung der Strukturen von GmbH und AG und deren Beschlussfassungssysteme. I. Die GmbH Die GmbH wurde mit der Einführung des GmbHG im Jahre 1892 geschaffen.35 Mit ihr sollte eine neue Gesellschaftsform ins Leben gerufen werden, welche eine Alternati- ve zu den bereits bestehenden Gesellschaftsformen, AG und Personengesellschaften, darstellen sollte.36 Motivation für die Schaffung dieser neuen Gesellschaftsform war der Umstand, dass nicht sämtliche Bedürfnisse der Praxis von AG und Perso- nengesellschaft abgedeckt werden konnten.37 Bezweckt war die Gestaltung einer Rechtsform, die den Anforderungen mittelständischer Unternehmen gerecht wer- den konnte, um so die Lücke zwischen Personengesellschaft und AG zu schließen. Es sollte im Vergleich zur AG eine einfachere und billigere Gründung ermöglicht sowie ein Zuwachs an Dispositivität und Gestaltungsfreiheit herbeigeführt werden.38 Im Vergleich zur Personenhandelsgesellschaft war eine Erleichterung der Übertragung von Anteilen und vor allem die Einführung einer beschränkten Haftung auch für kleinere und mittlere Unternehmen zur Minderung des unternehmerischen Risikos beabsichtigt.39 Der Gesetzgeber hatte bei der näheren Ausgestaltung der GmbH zwi- schen dem Entwurf einer modifizierten Personengesellschaft...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.