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Historische Mündlichkeit

Beiträge zur Geschichte der gesprochenen Sprache

Series:

Elmar Eggert and Jörg Kilian

Der Band präsentiert in zwölf Beiträgen Ansätze, Methoden und Ergebnisse zur Erforschung der Geschichte der gesprochenen Sprache in unterschiedlichen Philologien. Diese zeigen einerseits die methodischen Schwierigkeiten der Untersuchung historischen Sprechens auf, andererseits stellen sie empirische Analysen ausgewählter Aspekte des gesprochenen Wortes aus verschiedensten Sprachräumen vor. Die Einzelanalysen behandeln die Erforschung des Sprechens über einen Zeitraum von über 2000 Jahren, vom mündlichen Lateinischen über das gesprochene Altspanische und Altniederdeutsche bis hin zu Aufzeichnungen direkter Rede in Protokollen des Altenglischen oder in mündlicher Diktion geschriebener Texte des Friesischen.

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Dunkle Rede, helle Köpfe: Historische Dialogforschung in der Romanistik (Angela Schrott)

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Angela Schrott (Kassel) Dunkle Rede, helle Köpfe: Historische Dialogforschung in der Romanistik Abstract: Based on an Old Spanish text, the Libro de Apolonio, the study analyzes riddles as a cultural technique using a methodological framework which distinguishes three types of pragmatics and offers a clear‑cut distinction between language change and cultural change within the realm of discourse traditions. Die Beschäftigung mit der Geschichte des Gesprächs und der gesprochenen Spra‑ che kennt viele Facetten, ist jedoch immer von der Signatur der Rekonstruktion getragen. Rekonstruktionen gelten in der historischen Pragmatik häufig der ge‑ sprochenen Sprache und damit den sprachlichen Strukturen, die die Mündlichkeit in einer historischen Sprachgemeinschaft prägen. Der Fokus der Rekonstruktion kann jedoch auch auf den kulturellen Normen und Traditionen liegen, die Ge‑ spräche und sprachliche Interaktion in einer bestimmten Epoche ausformen. In dieser Weise kulturorientierte Studien zielen dann weniger auf eine Geschichte der gesprochenen Sprache als vielmehr auf eine Kommunikationsgeschichte un‑ terschiedlicher Interaktionsformen ab. Der vorliegende Beitrag wählt eine auf die kulturellen Traditionen des Sprechens konzentrierte Herangehensweise und illustriert am Beispiel des altspanischen Libro de Apolonio die kulturelle Formung von Gesprächen. Dabei wird in linguistisch‑ philologischen Interpretationen verdeutlicht, auf welche Modelle und Methoden die historische Pragmatik und Gesprächsforschung in der Romanistik aktuell zu‑ rückgreift. Ziel meines Beitrags ist es, im Rahmen eines interphilologisch angeleg‑ ten Bandes ein romanistisch geprägtes Modell der (historischen) Pragmalinguistik vorzustellen, das ich aus dem linguistischen System der Sprachkompetenz nach Eugenio Coseriu (1988) ableite....

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