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Aberglaube und Unverstand in der Lehre von Versuch und Rücktritt

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Martina Oberhofer

Die Autorin analysiert Unterschiede und Parallelen zwischen grob unverständigen und irrealen Versuchs- bzw. Rücktrittshandlungen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die gegenwärtige Ungleichbehandlung solcher Irrtümer sachwidrig ist und das geltende Recht keine befriedigende Lösung bietet. Deshalb unterbreitet die Autorin einen eigenen Vorschlag einer Gesetzesänderung, in dem sie sich für eine Entkriminalisierung beim Versuch ausspricht. In der gegenteiligen Rücktrittssituation führt die Gesetzesauslegung zur Versagung einer Strafbefreiung bei beiden Irrtumsarten. Auf diese Weise entwickelt sie ein stimmiges Konzept bei der Strafbegründung und Strafaufhebung, welches zudem mit Blick auf eine künftige Europäisierung des Strafrechts mit einem europäischen Gesamtkonzept kompatibel ist.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis .....................................................................................15 Einleitung ................................................................................................................19 A. Problemstellung und Ziel der Arbeit ...........................................................19 B. Gang der Untersuchung ................................................................................21 1. Teil: Der grob unverständige Versuch ...................................................23 A. Die geschichtliche Entwicklung ...................................................................23 I. Die Entstehung des § 23 Abs. 3 StGB ................................................... 23 1. Der frühere Rechtszustand .............................................................. 23 2. Reformentwicklung von 1909 bis 1966 .......................................... 27 3. Das Strafgesetzbuch von 1975 ......................................................... 30 4. Die dem StGB zugrunde gelegte Versuchstheorie ........................ 33 II. Kritik an der Regelung ........................................................................... 39 1. Abgrenzungsprobleme ..................................................................... 40 2. Verstoß gegen Bestimmtheitsgrundsatz ......................................... 40 3. Fehlendes Strafbedürfnis .................................................................. 42 4. Fazit ..................................................................................................... 44 B. Bedeutung der Regelung ...............................................................................45 C. Die Ratio des § 23 Abs. 3 StGB – Grund der Besserstellung ....................46 I. Der Meinungsstand ................................................................................ 46 1. Gesetzesmaterialien .......................................................................... 47 2. Die Sicht der Rechtsprechung und der Strafrechtslehre .............. 47 a) Ungefährlichkeit ....................................................................... 48 b) Minderung des Unrechts- und Schuldgehalts ...................... 49 c) Generalpräventive Erwägungen ............................................. 50 8II. Analyse und Kritik .................................................................................. 50 a) Ungefährlichkeit ....................................................................... 51 b) Minderung des Unrechts- und Schuldgehalts ...................... 56 c) Generalpräventive Erwägungen ............................................. 57 d) Fazit ............................................................................................ 59 III. Die eigene Sicht – „Strafzumessungstheorie“ ...................................... 59 1. Strafwürdigkeitsaspekte ................................................................... 61 2. Strafbedürftigkeitsaspekte ................................................................ 65 3. Zusammenfassung und Ergebnis .................................................... 67 D. Anwendungsvoraussetzungen des § 23 Abs. 3 StGB .................................68 I. Nichtvollendbarkeit ................................................................................ 69 1. Untauglicher Versuch ....................................................................... 69 a) Analoge Anwendung bei Untauglichkeit des Tatsubjekts ......69 (1) Objektbedingte Subjektuntauglichkeit .................................. 70 (2) Echte Sonderdelikte ................................................................. 70 b) Analoge Anwendung bei untauglichen Tatmodalitäten ..... 75 c) Fazit ............................................................................................ 76 2. Qualifizierte Untauglichkeit? ........................................................... 76 a) Abgrenzungskriterien .............................................................. 76 (1) Die objektiven Versuchstheorien ........................................... 77 (2) „Realtaugliche“ und „wahntaugliche“ Versuche .................. 80 b) Fazit und Bedeutung des Merkmals ...................................... 82 II....

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