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Neu zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene an Berufsschulen

Ergebnisse einer Befragung zu Sprach- und Bildungsbiografien

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Barbara Baumann and Alfred Riedl

Die sprachliche und berufliche Qualifizierung von jungen Geflüchteten sowie allen anderen neu zugewanderten jungen Menschen erfolgt in Bayern zu großen Teilen an Berufsschulen. Schülerinnen und Schüler in Berufsintegrationsklassen im zweiten Schuljahr haben in einer Online-Erhebung Auskunft zu ihrer Sprach- und Bildungsbiografie gegeben.
Dieses Buch wertet die Studie kritisch aus und interpretiert die große Vielfalt innerhalb der Gruppe in Bezug auf Merkmale wie schulische Vorbildung, Mehrsprachigkeit und berufliche Perspektive. Aus den Untersuchungsergebnissen leiten die Autoren Anregungen für die Gestaltung und Weiterentwicklung von Berufsintegrationsmaßnahmen ab.

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3. Ein Blick auf die Situation an den bayerischen Berufsschulen

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Die bayerische Gesetzgebung regelt explizit, dass die Schulpflicht für jeden gilt, der in Bayern seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat� Darunter können demnach auch neu zugewanderte Personen fallen� Artikel 35 des bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen lautet: (1) Wer die altersmäßigen Voraussetzungen erfüllt und in Bayern seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat oder in einem Berufsausbildungsverhältnis oder einem Beschäfti- gungsverhältnis steht, unterliegt der Schulpflicht (Schulpflichtiger)� Schulpflichtig im Sinn des Satzes 1 ist auch, wer 1� eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylverfahrensgesetz besitzt, 2� eine Aufenthaltserlaubnis nach §23 Abs� 1 oder §24 wegen des Krieges in seinem Heimatland oder nach §25 Abs� 4 Satz 1 oder Abs� 5 des Aufenthaltsgesetzes besitzt, 3� eine Duldung nach §60a des Aufenthaltsgesetzes besitzt, 4� vollziehbar ausreisepflichtig ist, auch wenn eine Abschiebungsandrohung noch nicht oder nicht mehr vollziehbar ist, unabhängig davon, ob er selbst diese Voraussetzungen erfüllt oder nur einer seiner Erziehungsberechtigten; in den Fällen der Nummern 1 und 2 beginnt die Schul- pflicht drei Monate nach dem Zuzug aus dem Ausland� Völkerrechtliche Abkom- men und zwischenstaatliche Vereinbarungen bleiben unberührt� (2) Die Schulpflicht dauert zwölf Jahre, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt� (3) Die Schulpflicht gliedert sich in die Vollzeitschulpflicht und die Berufsschulpflicht� Schulpflichtig sind somit ab drei Monaten nach der Ankunft explizit auch dieje- nigen Personen, die ein persönliches Asylverfahren in die Wege geleitet haben, unabhängig von dessen Bearbeitungsstadium bzw� des Ausgangs des Asylver- fahrens� D�h� die betreffenden Personen befinden...

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