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Neu zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene an Berufsschulen

Ergebnisse einer Befragung zu Sprach- und Bildungsbiografien

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Barbara Baumann and Alfred Riedl

Die sprachliche und berufliche Qualifizierung von jungen Geflüchteten sowie allen anderen neu zugewanderten jungen Menschen erfolgt in Bayern zu großen Teilen an Berufsschulen. Schülerinnen und Schüler in Berufsintegrationsklassen im zweiten Schuljahr haben in einer Online-Erhebung Auskunft zu ihrer Sprach- und Bildungsbiografie gegeben.
Dieses Buch wertet die Studie kritisch aus und interpretiert die große Vielfalt innerhalb der Gruppe in Bezug auf Merkmale wie schulische Vorbildung, Mehrsprachigkeit und berufliche Perspektive. Aus den Untersuchungsergebnissen leiten die Autoren Anregungen für die Gestaltung und Weiterentwicklung von Berufsintegrationsmaßnahmen ab.

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9. Ausblick

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Ich glaube dass Sie mussen noch fragegn warum sind wir nach Deutschland gekommen und ein bisschen über unsere hobbys. ich gerne mit euch kontak haben. habe ich ein paar fragen wenn moglich ist? (schriftliche Kommentare von Schülerinnen und Schülern am Ende der Befragung) Auf eine Zusammenfassung der Befragungsergebnisse sei an dieser Stelle ver- zichtet und dazu auf den Abschnitt „Das Wichtigste in Kürze“ am Anfang der Publikation verwiesen� Es stellt sich zum Abschluss die Frage: Was folgt aus den gewonnenen Erkenntnissen? Schülerschaft Im Zuge der Debatte um steigende Zuwanderungszahlen werden Stimmen lauter, die darauf aufmerksam machen, dass es den neu zugewanderten Jugendlichen nicht gibt genauso wenig wie den Schüler� Die gewonnenen Ergebnisse illustrie- ren diese Einschätzung auf verschiedenen Ebenen� Die Schülerinnen und Schüler eint die Tatsache einer persönlichen Migrationsgeschichte im Schul- oder Aus- bildungsalter, eine geringe oder nicht vorhandene sprachliche Vorbereitung auf Deutschland und der Aufenthalt in Bayern mit der daraus resultierenden gesetzli- chen Berufsschulpflicht� Darüber hinaus ist in erster Linie Vielfalt statt Gleichheit zu erkennen� 44 Heimatländer mit ganz unterschiedlichen Bleibeperspektiven in Deutschland, 55 Muttersprachen, zwischen null und 17 Jahren Schulerfahrung in der Heimat, Analphabetismus versus universitäre Hochschulbildung und ein Berufswunschspektrum, das sich mit 78 unterschiedlichen Berufe in unter- schiedlichen Branchen weit ausdifferenziert� Die Ergebnisse können demnach als Plädoyer dafür gelesen werden, von einer Wahrnehmung der Schülerschaft als homogene Gruppe verstärkt Abstand zu nehmen� Pädagogische Fachkräfte Die Diskussion um eine...

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