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Astrologie in der Europäischen Religionsgeschichte

Kontinuität und Diskontinuität

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Gustav-Adolf Schoener

Diese religionswissenschaftliche Untersuchung verfolgt die europäische Tradition der Astrologie von ihren orientalischen Anfängen bis in die Gegenwart. Als ein Sammelbegriff unterschiedlicher auf den Kosmos bezogener Lehren und Praktiken ist die Astrologie einerseits ein in sich konsistentes kulturelles Phänomen. Andererseits scheint es, dass sie mit der Überwindung des geozentrischen Weltbildes durch Kopernikus und Kepler ihre Begründung verloren hat und nur als «intellektuelle Regression» (Theodor W. Adorno) weiterhin bestehen kann. Dieser Auffassung steht die hier begründete These entgegen, dass die Astrologie den Wechsel der Weltbilder unbeschadet überleben konnte, weil die Begründungsmuster jenseits der rein naturwissenschaftlichen Perspektiven liegen. So hat sich die Astrologie als moderne individualisierte Religiosität auch in westlichen Gesellschaften etabliert.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ..................................................................................................................9 a) Astrologie in der Moderne ............................................................... 12 b) Astrologie historisch-kritisch .......................................................... 18 c) Religionswissenschaftliches Anliegen ............................................ 30 Zum Begriff Astrologie ..................................................................... 32 Zum Begriff Religion ........................................................................ 32 Zum Begriff Wissenschaft ................................................................ 36 Gliederung und Argumentationslinie ............................................ 40 Auswahl und Eingrenzung der Quellen ......................................... 43 1. Die Struktur der Astrologie I – Kontinuität und Diskontinuität der Lehre von der Entsprechung von Kosmos und Mensch ......................................................................................49 1.1 Die Astrologie des geozentrischen Weltbildes ...........................................52 1.1.1 Die Struktur der mesopotamischen Omen-Astrologie .................... 52 1.1.2 Die Astrologie der Frühen Neuzeit ..................................................... 60 1.2 Die Astrologie des heliozentrischen Weltbildes .........................................73 1.2.1 Johannes Kepler ..................................................................................... 73 1.2.2 Sir Isaak Newton .................................................................................... 77 1.3 Die psychologisch-symbolische Umdeutung der Astrologie im 20. Jahrhundert...............................................................................................81 1.3.1 Carl Gustav Jung .................................................................................... 81 1.3.1.1 Carl Gustav Jungs „Synchronizitätszusammenhang“ ......... 84 1.3.2 Thomas Ring .......................................................................................... 88 1.3.2.1 Thomas Rings „Neufassung des astrologischen Gedankens“ .............................................................................. 98 2. Die Astrologie im wissenschaftlichen Diskurs der Gegenwart ............................................................................................... 107 2.1 Von der Erkenntnis ‚göttlicher Weisheit‘ bis zur Ausklammerung metaphysischer Annahmen ....................................................................... 107 2.2 Angewandte Astrologie und ihre Wissenschaftstauglichkeit ................ 111 62.3 Welche wissenschaftstheoretischen Mindestforderungen schließen die Astrologie aus den gegenwärtig anerkannten wissenschaftlichen Disziplinen aus? ......................................................... 116 2.3.1 Sir Karl Popper ..................................................................................... 117 2.3.2 Theodor Wiesengrund Adorno ......................................................... 121 2.3.3 Paul Feyerabend ................................................................................... 123 2.4 Das Argument ‚Erfahrung‘ in der Astrologie .......................................... 129 2.4.1 Carl Friedrich von Weizsäcker und das Evidenzargument ............ 130 2.4.2 Das Evidenzargument in der Geschichte der Astrologie bis zur Gegenwart ...................................................................................... 131 2.4.3 Empirische Studien – der ‚Mars-Effekt‘............................................ 136 2.4.4 Empirische Methoden in der mesopotamischen Omen-Astrologie ................................................................................. 149 3. Die Struktur der Astrologie II – Kontinuität und Diskontinuität der Lehre von der G...

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