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Diatopische Varietäten im Englischunterricht

Konzepte, Unterrichtspraxis und Perspektiven der Beteiligten in der Sekundarstufe II

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Silvie Kruse

Beim Erlernen von Englisch als Fremdsprache begegnen Lerner innerhalb wie außerhalb des Unterrichts einer Vielzahl diatopischer Varietäten der Sprache. Dieser Band fokussiert die Ursachen und Folgen diatopisch heterogener Lehr-Lernkontexte sowie didaktische Potenziale und Ziele einer unterrichtlichen Reflexion über die diatopische Variation des Englischen. Basierend auf einer empirischen Untersuchung der Unterrichtspraxis und der Perspektiven der Beteiligten in zwei Englischkursen der Sekundarstufe II liefert der Band Anregungen für einen angemessenen Umgang mit der diatopischen Vielfalt der Zielsprache im Unterricht. Mithilfe der Ergebnisse zeigt die Autorin mögliche Konsequenzen für die Lehrerbildung und die Lehrwerkentwicklung auf.

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Teil II: Diatopische Varietäten im Englischunterricht: Empirische Untersuchung

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Unter Berücksichtigung der in Teil I vorgestellten Konzepte bezüglich der dia- topischen Vielfalt des Englischen und ihrer Konsequenzen für den Englisch- unterricht wird nun die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführte empirische Untersuchung der Unterrichtspraxis und der Perspektiven der Beteiligten vor- gestellt. Hierfür wird in Kapitel 5 zunächst der Kontext des untersuchten Eng- lischunterrichts analysiert. In Kapitel 6 werden dann die Vorüberlegungen und die Anlage der Studie dargelegt, bevor in Kapitel 7 die Durchführung der Studie und die Datenaufbereitungs- und -auswertungsverfahren beschrieben werden. 127 5. Kontext des untersuchten Englischunterrichts Bei einer Untersuchung der Unterrichtspraxis und der Perspektiven der am Unterricht beteiligten Lerner und Lehrer stellt sich zunächst die Frage, in wel- chem bildungspolitischen und curricularen Kontext sowie auf welcher Materi- algrundlage der untersuchte Unterricht stattfindet (vgl. zur „Außensteuerung des Fremdsprachenunterrichts“ und deren Bedeutung für die Erforschung von Unterricht z. B. Ahrens 1985: 11ff.). Dieses Kapitel widmet sich daher dem Kon- text des untersuchten Unterrichts. Hierbei werden (a) der Gemeinsame euro- päische Referenzrahmen für Sprachen (Europarat 2001), (b) der zum Zeitpunkt der Datenerhebung gültige Lehrplan Englisch für die Sekundarstufe II in NRW (MSW 1999) und (c) das Lehrwerk Green Line Oberstufe Nordrhein-Westfalen (Ashford et al. 2009), das in den untersuchten Kursen verwendet wurde, bezüglich ihrer jeweiligen Berücksichtigung diatopischer Vielfalt analysiert. Die zentralen Fragen, hinsichtlich derer diese Dokumente analysiert und mit den Forderungen der Fremdsprachendidaktik (siehe Kapitel 4) verglichen werden, sind: o Welchen Stellenwert messen die...

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