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Die Heiratspolitik der Welfen von 1235 bis zum Ausgang des Mittelalters

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Frederieke M. Schnack

Ehe- und Familienpolitik – für Dynastien des mittelalterlichen Hochadels war dies ein wichtiges Aktionsfeld mit Einfluss auf den Fortbestand der Familien sowie den Rang und die politischen Handlungsoptionen. Vor diesem Hintergrund analysiert die Autorin die Heiratspolitik der Welfen im Spätmittelalter. Sie untersucht für die verschiedenen Linien der Dynastie, welche Ausrichtung der Heiratsverbindungen erkennbar ist und unter welchen politischen Gesichtspunkten die Ehen geschlossen wurden. Dies ermöglicht detaillierte Erkenntnisse zu den Handlungsspielräumen der welfischen Dynastie sowie zu ihrer Stellung im Reichsfürstenstand.

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2. Eingrenzung und Methodik

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72. Eingrenzung und Methodik Ein im Vergleich mit anderen mittelalterlichen Fürstendynastien hervorste- chendes Merkmal der Welfen ist ihre landesteilungsbedingte Zergliederung in mehrere Häuser. Da das 1267/69 entstandene Alte Haus Lüneburg, gewis- sermaßen als Probe für die vorliegende Studie, bereits im Hinblick auf sein Konnubium analysiert worden ist,15 wird die folgende Studie zusätzlich die welfische Linie Braunschweig, das heißt alle sich vom Haus Braunschweig ableitenden Häuser, in den Blick nehmen. Abb.: Landesteilungen und Teildynastien der Welfen (1235 bis zum Ausgang des Mittelalters). Haus Braunschweig-Lüneburg ungeteilt, begründet von Otto I. 1267/69 Altes Haus Braunschweig Altes Haus Lüneburg begründet von Albrecht I. begründet von Johann I. erloschen 1369 letztes Viertel des 13. Jh.s Haus Grubenhagen weiterhin bestehendes begründet von Heinrich I. Haus Braunschweig 1345 Haus Göttingen weiterhin bestehendes begründet von Ernst Haus Braunschweig erloschen 1463 1409/1428 weiterhin bestehendes Mittleres Haus Haus Braunschweig Lüneburg 1432/1495 Teilung in Wolfenbüttel und Calenberg Wie die Abbildung schematisiert darstellt, sind dies das Haus Braunschweig selbst sowie die Häuser Grubenhagen, Göttingen und das Mittlere Haus Lüneburg, also diejenige sich vom Haus Braunschweig ableitende welfische Linie, die nach dem Lüneburger Erbfolgekrieg die Herrschaft im Lünebur- ger Teilfürstentum übernahm. Um den Ausgangspunkt dieser Linien dar- stellen zu können, soll auch das von Otto I. begründete, noch ungeteilte 15 Schnack, Heiratspolitik. 8Haus Braunschweig-Lüneburg untersucht werden. Hinsichtlich des zeitlichen Rahmens scheint es geraten, die Analyse...

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