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Zwischen Krieg und Hoffnung

Internierung der 2. polnischen Infanterieschützen-Division in der Schweiz 1940–45

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Miroslaw Matyja

Der Autor beschreibt Entstehung, Kampf und Internierung der 2. polnischen Infanterieschützen-Division und untersucht die völkerrechtlichen Grundlagen der Internierung. Historiker führen eine lebhafte Diskussion über die Rolle der polnischen Streitkräfte in Westeuropa im Zweiten Weltkrieg und nach dem Krieg. Bis dato behandelten sie jedoch die 2. polnische Infanterieschützen-Division, ihre Aktivität in der Schweiz sowie das Schicksal der internierten Soldaten und Offiziere nach dem Krieg nur marginal. Der Autor geht dieser eher untypischen Geschichte der militärischen Einheit im Vergleich zu anderen Einheiten der polnischen Streitkräfte im Westen nach.

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3. Aktivitäten der 2. Infanterieschützen- Division in der Schweiz

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3.1 Arbeit der Internierten zugunsten der schweizerischen Wirtschaft 3.1.1 Kontrolle über die Internierten Die Aufnahme von Arbeit durch die Internierten war in den ersten Monaten mangels einschlägiger Vorschriften unmöglich� Darüber hinaus schuf die stren- ge Kontrolle der Internierten, die gleich zu Beginn der Internierung eingeführt worden war, keine günstigen Bedingungen für die Organisation der Beschäfti- gung für die in die Schweiz gekommenen Polen� Schon am 26� Juni 1940 erließ das 2� Territorial-Inspektorat für Internierung eine von Oberst Lederrey unterzeichnete Instruktion, die die Regeln der Behand- lung und der Kontrolle der internierten Soldaten bestimmte (Raczek 1965: 14f�)� Die Formulierungen Lederreys bestätigten nochmals die Abhängigkeit der neut- ralen Schweiz vom 3� Reich, indem sie den Internierten einschärften, mit ihrem Verhalten den Feind nicht herauszufordern (vgl� Blum 1990: 16)� Die bis zum 10� November 1941 gültige Instruktion begünstigte keinesfalls die Arbeitsaufnahme durch Internierte, da sie ihre Freizügigkeit einschränkte und äu- ßerst scharfe Kontrollmaßnahmen einführte� Der nächste Befehl, am 1� November 1941 bereits durch das Eidgenössische Kommissariat für Internierung und Hospitalisierung (EKIH) erlassen, hatte einen noch schärferen Charakter und enthielt Punkte, die Diskriminierungs- und Segregationsmaßnahmen gegenüber den internierten Soldaten gleichka- men� Sie durften ihre Lager nicht ohne Erlaubnis verlassen� Die Lager waren mit Stacheldraht umzäunt und an den Grenzen der Ortschaften, in denen die Soldaten untergebracht waren, wurden Tafeln mit der Aufschrift „Internierte Halt!“ aufgestellt�28 Verboten wurden jegliche...

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