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IT-Entwicklungen im Gesundheitswesen: Herausforderungen und Chancen

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Edited By Indra Spiecker gen. Döhmann and Astrid Wallrabenstein

IT-Lösungen halten Einzug in das Gesundheitswesen. Die Bandbreite reicht von Software-Anwendungen und Telematik über Big Data bis hin zum Einsatz von Robotik in Diagnostik, Therapie und Pflege. Das Gesundheitswesen muss sich mit den Folgen dieser neuen Technologien und Anwendungen auseinandersetzen. Hierzu gehören datenschutzrechtliche Probleme ebenso wie verfassungsrechtliche, technische und ethisch-moralische Fragen, die Sammlung und Vernetzung dieser besonders geschützten sensiblen Daten aufwerfen. Dieser Band trägt zu Analyse und Diskussion aus interdisziplinärer und praxisorientierter Sicht bei. Er erkennt Konfliktfelder frühzeitig und ermöglicht, Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Gefordert sind dabei Juristen und Informatiker ebenso wie Leistungserbringer und Krankenversicherer.

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Ersetzungsverhältnisse in der Robotik – Die Perspektive der Technikfolgenforschung (Michael Decker)

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Michael Decker Ersetzungsverhältnisse in der Robotik – Die Perspektive der Technikfolgenforschung If one introduces autonomous ICT systems into human actions, the question of ‘who de- cides what’ arises. TA evaluates the replaceability of human beings in societal application contexts, e.g. smart grids and cars. Referring to smart aids for people with dementia, a demand-oriented approach is proposed. Einleitung „Roboter als Mobbing-Opfer“ so lautet der Titel eines Berichts in der Neuen Zür- cher Zeitung im September 2015. Er beschreibt wie Kinder in einem japanischen Einkaufszentrum einen Roboter drangsalieren, dessen Aufgabe es ist, den Kunden des Einkaufszentrums Auskunft zu geben. Die Kinder stellten sich dem Roboter in den Weg und nahmen auch physisch „Kontakt“ auf, in dem sie den Roboter stoßen, treten oder ihm den Arm verbiegen. Nomura (et al. 2015) haben dieses Verhalten durch semi-strukturierte Interviews mit Kindern untersucht und kommen zu dem Ergebnis, dass es noch nicht geklärt ist, ob ein stärker oder ein weniger star- kes menschenähnliches Aussehen die Funktion des Roboters besser unterstützt. Denn das kann in jedem Falle konstatiert werden: Der Roboter war in diesem Falle nicht mehr in der Lage, seine Aufgabe zu erfüllen. Und auch die in der NZZ berichtete erste Maßnahme, um Abhilfe zu schaffen, nämlich „vor unbeaufsichtig- ten Kindergruppen davonzulaufen und die Nähe von Menschen mit über 1,40 m Körpergröße aufzusuchen“, ist in Bezug auf die eigentliche Funktion nicht zweck- dienlich im engeren Sinne. Aber zum Selbstschutz des Roboters ist...

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