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Die ergänzende Vertragsauslegung im Spiegel der Rechtsprechung

Der Versuch einer Dogmatik

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Melike Bayindir

Die richterrechtlich geschaffene ergänzende Vertragsauslegung schließt Lücken in Verträgen. Sie überschreitet die Grenzen der Auslegung und steht in Konkurrenz zur Lückenfüllung durch das dispositive Recht. Obwohl sie zum Grundinventar der vertraglichen Methodik gehört, herrscht Unsicherheit über ihre Voraussetzungen und den Anwendungsbereich. Die Autorin weist auf Basis einer Analyse der Voraussetzungen der Vertragslücke und vor allem anhand von Leitentscheidungen nach, dass es zwei grundsätzlich zu unterscheidende Formen der ergänzenden Vertragsauslegung gibt, die beide ihre Berechtigung haben: die individuelle, den konkreten Vertrag zu Ende denkende sowie die generelle Lücken des dispositiven Rechts überbrückende Form.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis ....................................................................XI Literaturverzeichnis ........................................................................ XV Internetquellen ............................................................................ XXVII Rechtsprechungsverzeichnis ...................................................... XXIX 1. Teil: Einführung in die Thematik und Zielsetzung der Arbeit .........................................................1 2. Teil: Die ergänzende (Vertrags-)Auslegung im historischen Kontext ..............................................................5 3. Teil: Die ergänzende Vertragsauslegung gemäß § 157 BGB ........................................................................7 A. Grundlagen .......................................................................................7 I. Normzweck ............................................................................... 7 II. Das Verhältnis der Auslegungsgrundsätze in § 133 und § 157 BGB ............................................................ 8 III. Anwendungsbereich ................................................................. 10 B. Die dogmatische Einordnung zum gegenwärtigen Zeitpunkt ..........11 C. Voraussetzungen .............................................................................15 I. Wirksamer Vertrag .................................................................. 15 II. Regelungslücke ........................................................................ 15 VIII 1. Begriff und Ausfüllungsbedürftigkeit ................................ 15 2. Vorrangregeln ................................................................... 17 3. Die Lücke als Scheinproblem? .......................................... 18 4. Mögliche Arten von Lücken ............................................. 18 a. Anfängliche und nachträgliche Lücken ..................... 18 aa. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Lückenfüllung ........ 19 bb. Entscheidungsfindung ............................................... 21 b. Bewusste und unbewusste Lücken ............................ 22 c. Lücke wegen Wegfall von Vereinbarungen ............... 24 d. Begrenzende Funktion des Tatbestandsmerkmals der Lücke ............................... 24 III. Zwischenergebnis .................................................................... 25 4. Teil: Die ergänzende Vertragsauslegung in der praktischen Umsetzung – Analyse der Rechtsprechung und Literaturmeinungen ....................................................................27 A. Dispositives Recht ..........................................................................27 I. Funktion .................................................................................. 27 II. Vorrangstellung des dispositiven Rechts? ................................. 28 1. Historischer Abriss ........................................................... 28 2. Typizität des Rechtsgeschäfts ............................................ 29 a. Gesetzestypische Verträge ......................................... 29 b. Gemischte und atypische Verträge ............................ 32 c. Atypische und gesetzlich nicht geregelte Verträge ..... 32 aa. Der Sachverhalt zu BGHZ 74, 370 ........................... 33 bb. Urteil und Entscheidungsgründe ............................... 33 cc. Stellungnahme .......................................................... 36 d. Höchst subsidiäre Normen ....................................... 37 3. Gesellschaftsrechtliche Besonderheiten ............................. 37 IX...

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