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Diversität in europäischen Bildungssystemen und in der Lehrer_innenbildung

Edited By Cristina Allemann-Ghionda, Gülbeyaz Kula and Laurent Mignon

Der Sammelband erörtert aus verschiedenen Blickwinkeln die Bedeutung von Diversität in exemplarisch ausgewählten Hochschulen und Bildungssystemen in Europa sowie in der Lehrer_innenbildung in Deutschland. Damit verbunden ist die Frage, was getan werden kann, um den Herausforderungen der Diversität und der Internationalisierung konstruktiv zu begegnen. Weitere Theoriebildung und konkrete Vorschläge zeigen Wege auf, um die Bildungsbeteiligung aller Menschen, unabhängig von ihrer sozio-ökonomischen, religiösen, ethnischen, kulturellen Herkunft und Zugehörigkeit, ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Alters, ihrer kognitiven und motorischen Fähigkeiten sowie ihrer Sprachen, zu begünstigen und zu erhöhen.

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Interkulturalität, Internationalität, Diversität: Was kann Lehrer_innenbildung anbieten? (Cristina Allemann-Ghionda)

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Cristina Allemann-Ghionda Interkulturalität, Internationalität, Diversität: Was kann Lehrer_innenbildung anbieten? Abstract: The author argues that higher education in general, and teacher education in particular, must address the growing diversity and internationalisation of the student body. She tackles three issues: 1) how to expand the concept of intercultural competence to include the complexity of diversity; 2) what curriculum content could promote diversity competence; 3) how to establish intercultural, international and diversity perspectives in curricula so they are no longer marginalised and negligible, but help form global citizens. 1. Einleitung: Komplexere Diversität als Grundbedingung Über „Interkulturelle Bildung“ wird in Westeuropa seit Jahrzehnten (genauer: seit Mitte der 1970er-Jahre) gesprochen und geschrieben. In Deutschland war der Begriff „Ausländerpädagogik“ eine Vorstufe des seit den 1980er-Jahren in der Theoriediskussion präferierten Begriffs „Interkulturelle Pädagogik“, später immer häufiger „Interkulturelle Bildung“.1 In der deutschen Bildungspolitik ist dieser Begriff seit 1996 als Empfehlung in Gebrauch.2 Auch die Lehrpläne der meisten Bundesländer für alle Schulstufen und -typen und für die meisten Fächer (jedenfalls für die, die sich am ehesten dafür anbieten, allen voran Geschichte und Sprachen – nicht nur Fremdsprachen) haben den Begriff „Interkulturelle Bildung“ in irgendeiner Form aufgenommen. In den letzten Jahren ist der Begriff „Diversität“ hinzugekommen, der – über die Begriffe „Kultur“, „Ethnie“, „Nation“ hinausreichend – eine breitere Auffassung von Vielfalt signalisieren und Inklusion implizieren soll.3 Im Allgemeinen hat der Begriff „Diversität“ in Lehrplänen die 1 Zur Geschichte des Begriffs „Interkulturelle...

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