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Die deutsche Pferdewirtschaft

Betriebswirtschaftliche Aspekte zwischen Hobby und Unternehmung

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Edited By Christina Münch and Katharina Wiegand

Der Sammelband führt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu den vielfältigen Segmenten der deutschen Pferdewirtschaft praxisrelevant aufbereitet zusammen. Betriebswirtschaftliche Fragestellungen stehen im Blickpunkt von Unternehmen, Dienstleistern oder Pferdebetrieben, die es sich zum Ziel gesetzt haben, unternehmerisch erfolgreich zu sein. Das Pferd als Hobby steht wiederum bei mehr als drei Millionen Personen im Mittelpunkt des Interesses. Ob Ausgleich zum Alltag, sportlicher Erfolg oder Naturverbundenheit – zum Pferdesport kommen die Menschen aus unterschiedlichen Motiven. Der Kontrast zwischen wirtschaftlicher Unternehmung und Hobby mag die Begründung für den insgesamt niedrigen Professionalisierungsgrad in der Pferdewirtschaft sein. Dieser Band richtet sich an Verbände, Betriebsleiter von Pferdebetrieben und an Studierende und Hochschulen aus den Bereichen der Pferde- und Agrarwissenschaften sowie dem Sportmanagement.
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Gabriele Wach - Finale Pferdeverwertung – Irgendwo müssen sie ja bleiben

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Gabriele Wach

Finale Pferdeverwertung – Irgendwo müssen sie ja bleiben

Abstract Die Verwertung eines Pferdes hing in der Vergangenheit einerseits von der Nutzung zu dessen Lebzeiten, andererseits von der wirtschaftlichen Situation der Bevölkerung bzw. des Pferdebesitzers ab. Heutzutage spielt, neben rechtlichen Vorgaben, vor allem die emotionale Betrachtungsweise des Besitzers eine wesentliche Rolle. Neben den Möglichkeiten z. B. der Einäscherung oder der Verwertung in der Tierkörperbeseitigungsanstalt, findet sich am Markt Pferdefleisch nicht nur für den menschlichen Verzehr. Ebenso sind vielfältige Produkte mit oder aus Pferdeteilen bzw. mit Pferdeanteil erhältlich.

1. Einführung in die Thematik

„Irgendwo müssen sie ja bleiben“ – Klare Worte die gerne verdrängt werden, denn für viele Reiter und Pferdehalter stellt das Sterben des (Freizeit-/Sport-) Pferdes heutzutage ein Tabuthema dar. Akzeptiert wird, dass der Besitzer für die Lebensqualität des Tieres verantwortlich zeichnet, der Tod wird dabei oft ausgeklammert. Nur wenige Pferde sterben in hohem Alter an einem natürlichen Tod, in den meisten Fällen liegt die Entscheidung, wann der Zeitpunkt gekommen ist, in den Händen des Besitzers. Dabei spielen Alter, schwere Verletzung und/oder Krankheit sicherlich eine Rolle, jedoch sollte diese Entscheidung immer im Sinne des Pferdes getroffen werden. Aber auch über das „Danach“ muss der Pferdebesitzer rechtzeitig nachdenken. Eine Verwertung durch Schlachtung, Verbrennung oder Tierkörperbeseitigungsanstalt kann/sollte nicht nur emotional, sondern auch ökonomisch beurteilt werden.

2. Ein Blick in die Historie

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