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Ost und West in Buch und Bibliothek

Festschrift für Horst Röhling

Series:

Edited By Gottfried Kratz

Dieser Band der «Arbeiten und Bibliographien zum Buch- und Bibliothekswesen» ist dem Gründer und langjährigen Herausgeber der Reihe, Horst Röhling, aus Anlass dessen 85. Geburtstags gewidmet. Er vereint Beiträge zu den Gebieten «Bibliotheca-Slavica-Ecclesia orientalis», auf denen der Gefeierte in vielen Jahren veröffentlichte. Neben Beiträgen, die Horst Röhling selbst gewidmet sind, erscheinen hier vor allem Texte zu den deutsch-russischen Beziehungen in «Druck und Verlag», «Buch und Bibliothek», «Wort und Bild» in Ost und West. Verfasst wurden diese von Kollegen und Weggefährten unterschiedlicher institutioneller Bindung an Bibliothek, Archiv und Universität aus Deutschland und Russland.
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„Slavonisch-Russisches Heiligthum mitten in Teutschland“ ˗ zum Beginn russischer Ikonenforschung

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Gudrun Wirtz (München)

„Slavonisch-Russisches Heiligthum mitten in Teutschland“ – zum Beginn russischer Ikonenforschung

Abstract: For more than 350 years, a precious Russian orthodox icon has been part of the interior decoration of a Lutheran church in the Bavarian village of Kalbensteinberg. It was diligently studied and described in several publications by the Franconian scholar Johann Alexander Doederlein in 1724. These writings can be considered as the beginnings of academic research on Old Russian painting.

Frühe deutsche Schriftzeugnisse, die von kulturellen Beziehungen zum östlichen Europa zeugen, sind für einen deutschen Slavisten und Bibliothekar stets eine besondere Freude. Einige von ihnen sind weithin bekannt und teils gut erforscht – so etwa die Handschrift mit den „Freisinger Denkmälern“ aus dem 10. Jahrhundert, die für Ausstellungen sehr gefragten Dracula-Inkunabeln oder die südslawischen Reformationsdrucke aus Urach1 – einige aber sind auch heute noch quasi unbekannt. Dem hochgeschätzten Jubilar zu Ehren sei hier eines dieser unbekannten Schriftzeugnisse ans Licht gerückt, das ein wenig die Vielfalt seiner Interessen widerspiegeln mag: die 1724 bei Endter in Nürnberg gedruckte Abhandlung des damals berühmten Gelehrten Johann Alexander Döderlein „Svjatyj Strastoterpec Christov Feodor Stjratiljat, Slavonisch-Russisches Heiligthum mitten in Teutschland“.2

Nicht nur die Abhandlung, sondern auch ihr Gegenstand ist ein wenig beachtetes, aber umso außergewöhnlicheres Zeugnis deutsch-russischer Beziehungen: Es handelt sich um eine kostbare russische Ikone, die den Innenraum einer fränkischen Dorfkirche schmückt. In Döderleins Untertitel liest sich das folgenderma...

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