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Sterben, Tod und Trauer im Bilderbuch seit 1945

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Margarete Hopp

Die Studie befasst sich mit dem Erzählen vom Tod im Bilderbuch in historischer und gattungstheoretischer Perspektive und bildet anhand eines Textkorpus’ von 287 deutschen bzw. ins Deutsche übersetzten Titeln die Entwicklung von 1945 bis 2011 ab. Entwickelt wird ein narratologisches Modell der Bilderbuchanalyse, das unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten der Sterbeforschung in den Einzelanalysen zur Anwendung kommt. Die Untersuchung fächert ein breites Spektrum von Motiven, von realistischen und phantastischen, religiösen und philosophischen Darstellungskonzepten auf. Eine besondere Rolle spielen Bilderbücher über das Sterben und den Tod von Kindern und die daran nachgewiesene Subgattung des psychologischen Bilderbuchs.
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V. Forschungskonzeption

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V.   Forschungskonzeption

V.1   Das Textkorpus

Das Forschungsinteresse ist auf die Gesamtheit der deutschsprachigen, in das Verzeichnis der Deutschen Nationalbibliothek aufgenommenen Bilderbücher102 gerichtet, die in ihrer Entstehungszeit nach 1945 thanatologische Fragen berühren, also ein Todesereignis und/oder einen Trauerprozess, philosophische Fragen zur Trias Sterben, Tod und Trauer oder den natürlichen Lebenskreislauf vom Werden und Vergehen thematisieren.

Die Recherche erstreckte sich auf die Kataloge und archivierten Verzeichnisse der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main und Leipzig, der Internationalen Jugendbibliothek München und der Staatsbibliothek Berlin, die Kataloge verschiedener Universitätsbibliotheken und Stadtbibliotheken, diverse Empfehlungslisten verschiedener Arbeitskreise und Hospize sowie die Primärliteraturverzeichnisse der einschlägigen Sekundärliteratur. Letztere waren besonders für die Jahre vor 1990 die ergiebigste Quelle, da bis zum Anfang der 1990er-Jahre in kaum einer Bibliothek die Bestände inhaltlich erschlossen wurden und auch nicht alle Titel, die seitdem katalogisiert werden (einschließlich die früherer Jahre), durchgängig beschlagwortet werden.103 Zudem gelten dafür keine einheitlichen Kriterien und es werden dabei auch nicht alle Motive104 eines Werkes berücksichtigt. Naturgemäß ist auch eine Suche über die Titelei hinsichtlich erwartbarer Inhalte kaum zielführend. Der sehr beachtenswerte Katalog der deutschsprachigen Bilderbücher der Bundesrepublik, der DDR, Schweiz und Österreich von 1945 bis 1975 (Weismann/ Jansen/ Stegner 1980) konnte aufgrund der fehlenden Erfassung der Inhalte als Ressource deshalb nicht genutzt werden. ← 149 | 150 →

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