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Sterben, Tod und Trauer im Bilderbuch seit 1945

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Margarete Hopp

Die Studie befasst sich mit dem Erzählen vom Tod im Bilderbuch in historischer und gattungstheoretischer Perspektive und bildet anhand eines Textkorpus’ von 287 deutschen bzw. ins Deutsche übersetzten Titeln die Entwicklung von 1945 bis 2011 ab. Entwickelt wird ein narratologisches Modell der Bilderbuchanalyse, das unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten der Sterbeforschung in den Einzelanalysen zur Anwendung kommt. Die Untersuchung fächert ein breites Spektrum von Motiven, von realistischen und phantastischen, religiösen und philosophischen Darstellungskonzepten auf. Eine besondere Rolle spielen Bilderbücher über das Sterben und den Tod von Kindern und die daran nachgewiesene Subgattung des psychologischen Bilderbuchs.
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VI. Auswertungen

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VI.   Auswertungen

Von den insgesamt 287 recherchierten deutschsprachigen, in der Deutschen Nationalbibliothek verzeichneten Bilderbüchern entfallen auf die Jahre bis 1971 lediglich zehn Titel (davon vier in 1971), die als erste zaghafte Bearbeitungen des Themas fast ausnahmslos entweder in der Natur- oder Tierwelt angesiedelt waren oder phantastische Grenzen überschritten. Und auch auf die realistische Wende um 1970 hat das Bilderbuch zum Tod erst mit zeitlicher Verzögerung reagiert (Abb. 4). 1972 und 1973 blieb das Thema gänzlich unberücksichtigt und war dann ab 1974 zunächst noch marginal, oft mit nur einem Titel jährlich vertreten. Erst das Jahr 1984 markiert mit insgesamt sechs Bilderbüchern den Beginn einer kontinuierlich zunehmenden thematischen Bearbeitung, die 1995 erstmals, ab 2001 regelmäßig jährlich eine zweistellige Anzahl aufweist.111

Abb. 4:  Anzahl aller recherchierten Bilderbücher in Abhängigkeit vom Jahr der deutschen Erstveröffentlichung.



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