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Peter Hoffmann – Studien zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen des 18. und 19. Jahrhunderts

Gesammelte Aufsätze, anlässlich des 90. Geburtstages

Lothar Kölm and Michael Schippan

Anlässlich seines 90. Geburtstages vereinigt dieser Band 16 bisher unveröffentlichte Aufsätze und acht Rezensionen des Osteuropahistorikers Peter Hoffmann zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen im 18. und 19. Jahrhundert. Das Schriftenverzeichnis erfasst seine Publikationen von 1951 bis 2015. Im Mittelpunkt der Studien steht die Zeit der Aufklärung. Persönlichkeiten wie Zar Peter I. sowie die Wissenschaftler G. F. Müller und J. Beckmann werden vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt dem aus Russland nach Berlin zurRussland nach Berlin zurückgekehrten Pädagogen und Geographen A. F. Büsching. Mehrere Beiträge zeugen von dem Interesse Peter Hoffmanns für die Buchgeschichte. Der Autor geht auf Probleme des Übersetzens und der Auswertung historischer Korrespondenzen ein.
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3. Ernst Glück und die Forschungen Eduard Winters über die Russlandkontakte des Kreises um August Hermann Francke

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3.Ernst Glück und die Forschungen Eduard Winters über die Russlandkontakte des Kreises um August Hermann Francke

Wenn man sich heute mit Ernst Glück (1654–1705) befasst, dann ist ein Blick in die Historiographie durchaus nützlich. Es lassen sich drei Forschungsstränge unterscheiden, die nur teilweise miteinander verflochten sind. Die lettische Forschung ist mir aus sprachlichen Gründen verschlossen, sie wird in der Publikation von Helmut Glück und Ineta Polanska rezipiert.1 Ich werde mich deshalb darauf beschränken, die Entwicklungswege der russischen und deutschen Forschungen nachzuzeichnen und möchte dabei besonders die Ausführungen von Helmut Glück und Ineta Polanska ergänzen und vertiefen.

Über Ernst Glück finden sich Hinweise in Jöchers Allgemeinen Gelehrten­lexikon2 und im baltischen Schriftstellerlexikon von Recke und Napiersky.3 Damit war auch die Aufnahme von Ernst Glück in den Deutschen Biographischen Index4 gesichert. Auch in der Neuen Deutschen Biographie findet sich ein Beitrag über Ernst Glück von Georg v. Rauch, der unverständlicher Weise auf die lettischen Aktivitäten Glücks nicht hinweist.5 Bei Jöcher findet sich die Angabe des Geburtsortes „Wettin im Magdeburgischen“, was vor allem in der russischsprachigen Literatur zu der irreführenden Angabe „Wettin bei Magdeburg“ geführt hat. Magdeburg war ein Erzbistum, seit 1680 Herzogtum in preußischem Besitz, zu dem auch die Stadt Halle gehör ← 31 | 32 → te. Wettin liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Halle, rund 80 Kilometer südlich von Magdeburg.

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