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Peter Hoffmann – Studien zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen des 18. und 19. Jahrhunderts

Gesammelte Aufsätze, anlässlich des 90. Geburtstages

Lothar Kölm and Michael Schippan

Anlässlich seines 90. Geburtstages vereinigt dieser Band 16 bisher unveröffentlichte Aufsätze und acht Rezensionen des Osteuropahistorikers Peter Hoffmann zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen im 18. und 19. Jahrhundert. Das Schriftenverzeichnis erfasst seine Publikationen von 1951 bis 2015. Im Mittelpunkt der Studien steht die Zeit der Aufklärung. Persönlichkeiten wie Zar Peter I. sowie die Wissenschaftler G. F. Müller und J. Beckmann werden vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt dem aus Russland nach Berlin zurRussland nach Berlin zurückgekehrten Pädagogen und Geographen A. F. Büsching. Mehrere Beiträge zeugen von dem Interesse Peter Hoffmanns für die Buchgeschichte. Der Autor geht auf Probleme des Übersetzens und der Auswertung historischer Korrespondenzen ein.
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6. Anton Friedrich Büsching (1724–1793) als Schilderer Berlins und der Mark Brandenburg

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6.Anton Friedrich Büsching (1724–1793) als Schilderer Berlins und der Mark Brandenburg

Am 27. September 1724 wurde Anton Friedrich Büsching in Stadthagen in Niedersachsen geboren. Auf seine Biographie – Studium in Halle, Hauslehrertätigkeit, Professur in Göttingen, Prediger in Sankt Petersburg – kann ich hier nicht eingehen. 1765 war er als Direktor an das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster berufen worden. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod 1793 aus. Unstreitig ist er neben Johann Leonhard Frisch (1666–1743), dem Naturforscher und Philologen, der Mitglied der Berliner Akademie gewesen war, der bedeutendste der Rektoren des Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster gewesen.

Wenn man sich heute über Büsching zu orientieren sucht, dann findet man in den gängigen Lexika, zum Beispiel in der neuen Auflage des „Brockhaus“ seinen Namen und den Hinweis, er sei „der einflussreichste Geograph seiner Zeit“ gewesen.1

Aber Büsching auf das Geographische zu beschränken, wird seinem vielseitigen Wirken nicht gerecht. Die bei weitem nicht vollständige Bibliographie seiner Schriften umfasst im Druck 25 Seiten.2 Er hat zu Fragen der Geschichte, der Pädagogik, der Theologie und zu vielen anderen Problemen publiziert. Er gilt als einer der besten Rußlandkenner seiner Zeit. Darüber hinaus hat sich Büsching in seiner Berliner Zeit eingehend mit seiner neuen Heimat, der Mark Brandenburg befasst. Büsching hat auf allen hier angedeuteten Gebieten bleibendes publiziert. Aus seinem vielfältigen Schaffen möchte ich heute seine Beschäftigung mit der Geographie, der...

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