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Peter Hoffmann – Studien zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen des 18. und 19. Jahrhunderts

Gesammelte Aufsätze, anlässlich des 90. Geburtstages

Edited By Lothar Kölm and Michael Schippan

Anlässlich seines 90. Geburtstages vereinigt dieser Band 16 bisher unveröffentlichte Aufsätze und acht Rezensionen des Osteuropahistorikers Peter Hoffmann zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen im 18. und 19. Jahrhundert. Das Schriftenverzeichnis erfasst seine Publikationen von 1951 bis 2015. Im Mittelpunkt der Studien steht die Zeit der Aufklärung. Persönlichkeiten wie Zar Peter I. sowie die Wissenschaftler G. F. Müller und J. Beckmann werden vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt dem aus Russland nach Berlin zurRussland nach Berlin zurückgekehrten Pädagogen und Geographen A. F. Büsching. Mehrere Beiträge zeugen von dem Interesse Peter Hoffmanns für die Buchgeschichte. Der Autor geht auf Probleme des Übersetzens und der Auswertung historischer Korrespondenzen ein.
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10. Bibliophiles in Johann Beckmanns „Beyträge zur Geschichte der Erfindungen“ (1782–1801)

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10.Bibliophiles in Johann Beckmanns „Beyträge zur Geschichte der Erfindungen“ (1782–1801)

Schaut man heute in ein größeres Lexikon, dann findet man unter dem Namen des Göttinger Professors Johann Beckmann (1739–1811) nur wenige Zeilen. Im Brockhaus wird er als Ökonom und Technologe charakterisiert. „B[eckmann] schuf die theoret[ischen] Grundlagen für die wissenschaftl[iche] Beschäftigung mit Problemen der Landwirtschaft und des Gewerbewesens; gilt als Begründer der Technologie.“ Literaturangaben fehlen.1 Ausführlicher sind die Angaben in biographischen Nachschlagewerken, wie der Allgemeinen Deutschen Biographie und der Neuen Deutschen Biographie,2 aber auch hier wird Beckmann nur als „Technologe“ gesehen. In literaturwissenschaftlichen biographischen Nachschlagewerken fehlt sein Name, seine bibliophilen und bibliographischen Interessen bleiben unerwähnt.3 Auch in dem von 1987 bis 1998 erschienenen „Johann Beckmann-Journal“ wurde diese Problematik nicht angesprochen.4

Zur Biographie Beckmanns gibt es zwei Publikationen: aus dem 19. Jahrhundert stammt die Publikation des Wiener Technologen Wilhelm Franz Exner,5 aus dem 20. Jahrhundert die kleine Biographie des Magdeburger ← 117 | 118 → Technikhistorikers Manfred Beckert.6 Eine heutigen wissenschaftlichen Anforderungen entsprechende umfassende Biographie fehlt jedoch. Die beiden angeführten Publikationen orientieren sich, wie leicht zu erkennen ist, auf technische und technologische sowie ökonomische Probleme im Schaffen Beckmanns. Die Breite seiner Interessen und damit auch seine bibliophilen Neigungen werden nicht angesprochen. Ich war daher doch überrascht, als ich beim Durcharbeiten von Schriften Beckmanns, besonders seiner „Beyträge zur Geschichte der Erfindungen“, eine Fülle von Angaben fand, die die Aufmerksamkeit des Buchwissenschaftlers und des bibliophil...

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