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Peter Hoffmann – Studien zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen des 18. und 19. Jahrhunderts

Gesammelte Aufsätze, anlässlich des 90. Geburtstages

Lothar Kölm and Michael Schippan

Anlässlich seines 90. Geburtstages vereinigt dieser Band 16 bisher unveröffentlichte Aufsätze und acht Rezensionen des Osteuropahistorikers Peter Hoffmann zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte sowie zu den deutsch-russischen Beziehungen im 18. und 19. Jahrhundert. Das Schriftenverzeichnis erfasst seine Publikationen von 1951 bis 2015. Im Mittelpunkt der Studien steht die Zeit der Aufklärung. Persönlichkeiten wie Zar Peter I. sowie die Wissenschaftler G. F. Müller und J. Beckmann werden vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt dem aus Russland nach Berlin zurRussland nach Berlin zurückgekehrten Pädagogen und Geographen A. F. Büsching. Mehrere Beiträge zeugen von dem Interesse Peter Hoffmanns für die Buchgeschichte. Der Autor geht auf Probleme des Übersetzens und der Auswertung historischer Korrespondenzen ein.
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12. Krieg und Frieden im Zeitalter des Absolutismus Beispiel: Der Teschener Kongress 1779

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12.Krieg und Frieden im Zeitalter des Absolutismus Beispiel: Der Teschener Kongress 1779

1774 beklagte Christian Friedrich Daniel Schubart in seiner „Deutschen Chronik“, welche machtpolitischen Komplikationen in seiner Zeit das drohende Aussterben einer herrschenden Dynastie zur Folge haben kann: „Traurig ist’s, daß itzt so viele hohe Häuser, zumalen in Deutschland, ohne Erbfolge dastehen. Welche traurigen Folgen sind zu befürchten, wenn der Tod einen erblosen Fürsten abfordert! Mit trüben Ernst schau ich in die Folgezeit, wenn da und dort ein Fürstenthron meines Vaterlandes erledigt werden sollte…“1

Schubarts Befürchtungen waren damals durchaus berechtigt. Damals wurden Begründungen für den Beginn von Kriegshandlungen gegeben und von der Öffentlichkeit auch angenommen, die uns heute als nichtig erscheinen und deshalb nicht mehr akzeptiert werden.

Kriege und ihre Beendigung waren zu allen Zeiten Indikatoren für das jeweilige Machtgefüge und seine Veränderungen. Das gilt auch für den Teschener Kongress, mit dem der Bayerische Erbfolgestreit beendet wurde. Zugleich bieten Anlass, Verlauf und Abschluss dieses Konflikts ein charakteristisches Material, das die Krieg-Frieden-Problematik für das Zeitalter des Absolutismus illustriert. Schon der Ausgangspunkt, der Streit um die Erbfolge in Bayern, ist außerhalb feudaler Macht- und Denkstrukturen unverständlich und nicht erklärbar, nämlich die direkte Verknüpfung von Fürst und Staat sowie die Auffassung, dass das Staatsgebiet als Eigentum des regierenden Fürsten anzusehen sei, über das er mehr oder weniger willkürlich verfügen könne bis hin zur...

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