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Das Selbst im Bild

Eine empirische Studie zum Einsatz von Bildmaterialien zur Förderung von Selbstreflexions- und Selbstveränderungsprozessen im Einzelcoaching

Jasmin Messerschmidt

Das Buch leistet einen Beitrag zur Professionalisierung von Coaching. Die Autorin geht der Frage nach, inwieweit die Betrachtung von Bildmaterialien im Einzelcoaching Selbstreflexions- und Entwicklungsprozesse fördert. In dialogorientierten, leitfadengestützten Experteninterviews berichten Coaches und Klienten über ihre Erfahrungen. Die Analyse zeigt, dass bildhafte Interventionen den Zugang zu Emotionen und impliziten Prozessen sowie Selbstreflexions- und Selbstveränderungsprozesse wirksam unterstützen. Auf Seiten der Klienten bestätigt sich die große Bedeutung von Vertrauen, auf Seiten der Coaches die Notwendigkeit theoriegeleiteten Handelns und professionellen Reflektierens als Wirkfaktoren für gelingende Coaching-Prozesse.
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4. Selbst und Selbstzugang

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4.  Selbst und Selbstzugang

Der Coach fördert ergebnisorientierte Selbstreflexion und unterstützt den Kunden, neue Perspektiven und stimmige Lösungen zu entwickeln. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Selbstreflexion gilt, wie beschrieben, eine gelungene „Selbstexploration“, in der unbewusste Anteile des Selbstbildes der bewussten Reflexion zugänglich gemacht und demzufolge verbalisiert werden können (vgl. Greif, 2008, 22). Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht die Fragestellung, wie der Selbstzugang im Coaching gefördert werden kann, um unbewusste Anteile für stimmige Selbstveränderungsprozesse nutzen zu können.

In Kapitel 4.1 werden zunächst zentrale Definitionen des Begriffs „Selbst“ diskutiert. Nachfolgend wird in Kapitel 4.2 auf den Selbstbegriff von Kuhl eingegangen und die Funktionsmerkmale des Selbst herausgearbeitet (4.2.1). In Kapitel 4.2.2 werden einige Ausschnitte der PSI-Theorie71 von Kuhl vorgestellt und deren zentrale Begriffe und Annahmen erläutert. Die Bedeutung des Selbst im Rahmen von Coaching-Prozessen wird in Kapitel 4.3 dargelegt. Anschließend wird die zentrale Rolle des „Selbstzugangs“ im Zusammenhang mit Selbstveränderungsprozessen diskutiert (4.3.1). Die Rolle der Gefühle im Zusammenhang mit Selbstzugang und Selbstveränderungsprozessen wird in Kapitel 4.3.2. behandelt. Daran anknüpfend wird in Kapitel 4.3.3 der Begriff „Selbstkongruenz“ vorgestellt und seine Bedeutung für menschliche Veränderungsprozesse und zufriedene Lebensführung herausgearbeitet. Nachfolgend wird ein Blick auf die neuropsychologische Sicht von Kongruenz und Inkongruenz geworfen. In Kapitel 4.4 wird beschrieben, wie der Coach seine Kunden unterstützen kann, Selbstzugang zu gewinnen, in Kontakt zu seinen Bedürfnissen, Motiven und Interessen zu gelangen und effektive...

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