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Rechtsklugheit

Beitrag zu einer Rhetorischen Rechtstheorie

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Christian Nierhauve

Rechtsklugheit – Jurisprudenz – ist nicht Rechtswissenschaft. Die Rechtsklugheit ist die menschliche Fähigkeit, in einer kontingenten Praxis situationsangemessene Entscheidungen zu treffen; verstanden als eine habitualisierte Denk- und Handlungsweise vom begründenden Reden und begründeten Entscheiden. Idealvorstellungen von Rechtswissenschaft, Rechtslogik, Rechtsrationalität und Rechtsmethodik dominieren in der Gegenwart das rechtstheoretische Angebot der Selbstbeschreibungsmuster. Der vorwissenschaftliche Begriff Rechtsklugheit hingegen findet kein theoretisches Interesse. Angeregt durch die Vorarbeiten aus der sogenannten Rhetorischen Rechtstheorie schlägt der Verfasser die Rechtsklugheit im Reflexionsrahmen von praktischer Philosophie, Topik und Rhetorik als Bezeichnung für eine juridische Denk- und Handlungsweise vor.
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Teil 1 – Rechtsklugheit als Desiderat einer Rhetorischen Rechtstheorie

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„(…) Die Jurisprudenz wird zur bloßen Rechtstechnik, wenn sie sich nicht um ihre Grundlagen kümmert. Deshalb bezeichnen wir ja auch eine juristische Arbeit dann und nur dann als rechtswissenschaftlich, wenn sie irgendeinen Grundlagenbezug aufweist. (…)“

THEODOR VIEHWEG

I. Theodor Viehwegs Topik und Jurisprudenz

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