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Rechtsklugheit

Beitrag zu einer Rhetorischen Rechtstheorie

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Christian Nierhauve

Rechtsklugheit – Jurisprudenz – ist nicht Rechtswissenschaft. Die Rechtsklugheit ist die menschliche Fähigkeit, in einer kontingenten Praxis situationsangemessene Entscheidungen zu treffen; verstanden als eine habitualisierte Denk- und Handlungsweise vom begründenden Reden und begründeten Entscheiden. Idealvorstellungen von Rechtswissenschaft, Rechtslogik, Rechtsrationalität und Rechtsmethodik dominieren in der Gegenwart das rechtstheoretische Angebot der Selbstbeschreibungsmuster. Der vorwissenschaftliche Begriff Rechtsklugheit hingegen findet kein theoretisches Interesse. Angeregt durch die Vorarbeiten aus der sogenannten Rhetorischen Rechtstheorie schlägt der Verfasser die Rechtsklugheit im Reflexionsrahmen von praktischer Philosophie, Topik und Rhetorik als Bezeichnung für eine juridische Denk- und Handlungsweise vor.
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Vorwort

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Mit dem vorliegenden Band wird meine Promotionsschrift veröffentlicht, die die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Fernuniversität in Hagen im Sommersemester 2015 als Dissertation angenommen hat.

Die Verwandlung eines ersten vagen Gedanken in eine wissenschaftliche Abhandlung verlangt Mut, Geduld, Durchhaltevermögen und die stete Bereitschaft zum kritischen Austausch. Diese Bedingungen schafft man nicht alleine aus sich selbst heraus, sondern nur mit der Hilfe und Unterstützung anderer. Und so ist es ein guter Brauch „vor dem Wort“ seinen aufrichtig empfundenen Dank coram publico gegenüber all jenen auszusprechen, welche die Entstehung, Erarbeitung und Fertigstellung dieser Qualifikationsschrift ermöglicht haben.

Dass ich es als Jurist überhaupt gewagt habe, den Gegenstand meines eigenen Tuns in den Kontext philosophischer Betrachtungen zu stellen, verdanke ich meinem Gymnasiallehrer Josef Hoischen, der mich an die philosophischen Disziplinen heranführte und durch seine Lehrweise eine Neugierde für den Stoff hervorrief, welche die Schul- und Studienzeit überdauerte.

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