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Aberglaube und Unverstand in der Lehre von Versuch und Rücktritt

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Martina Oberhofer

Die Autorin analysiert Unterschiede und Parallelen zwischen grob unverständigen und irrealen Versuchs- bzw. Rücktrittshandlungen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die gegenwärtige Ungleichbehandlung solcher Irrtümer sachwidrig ist und das geltende Recht keine befriedigende Lösung bietet. Deshalb unterbreitet die Autorin einen eigenen Vorschlag einer Gesetzesänderung, in dem sie sich für eine Entkriminalisierung beim Versuch ausspricht. In der gegenteiligen Rücktrittssituation führt die Gesetzesauslegung zur Versagung einer Strafbefreiung bei beiden Irrtumsarten. Auf diese Weise entwickelt sie ein stimmiges Konzept bei der Strafbegründung und Strafaufhebung, welches zudem mit Blick auf eine künftige Europäisierung des Strafrechts mit einem europäischen Gesamtkonzept kompatibel ist.
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2. Teil: Der abergläubische oder irreale Versuch

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2.  Teil:  Der abergläubische oder irreale Versuch

Anders als der grob unverständig handelnde Versuchstäter macht sich der Täter beim „abergläubischen“ bzw. „irrealen“ Versuch nach fast einhelliger Ansicht in der Rechtswissenschaft nicht strafbar. In diesem Hauptteil geht es darum aufzuzeigen, welche Konstellationen mit dem Begriff „abergläubischer“ Versuch gemeint sind (A.) sowie mit welchen Argumenten die Wissenschaft und Praxis ihre Straflosigkeit begründet (B.).

A.  Begriff

Im ersten Kapitel wird geklärt, welche Sachverhalte unter dem Begriff „abergläubischer“ bzw. „irrealer“ Versuch zu verstehen sind (I. und II.) und wie diese Fallgruppe von den strafbaren untauglichen Versuchen abzugrenzen ist (III.).

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