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Die mitunternehmerische Besteuerung der Komplementäre der Kommanditgesellschaft auf Aktien

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Stephanie Krebbers-van Heek

Die KGaA feiert in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag. Seither ist es nicht gelungen, ein konsistentes Besteuerungssystem zu entwickeln. Diese Arbeit untersucht die konträren intransparenten und transparenten Besteuerungsmodelle und zeigt ihre Konsequenzen für Gewinnermittlung und -verteilung, Organschaft, Umwandlungssteuerrecht, Übertragung von Einzelwirtschaftsgütern, Verfahrensrecht sowie das Doppelbesteuerungsrecht anhand eines fortlaufenden Fallbeispiels auf. Die Arbeit legt die Rahmenbedingungen einer konsequenten KGaA-Besteuerung dar und plädiert für die Mitunternehmerthese, wobei sie sich mit der Korrekturfunktion des § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG, der Gewerbesteuer, der Zinsschranke, der Anwendbarkeit von § 8c KStG sowie § 34a EStG befasst und gesetzgeberischen Handlungsbedarf aufzeigt.
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§ 16 Verbleibende Schwächen der Transparenz

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§ 16   Verbleibende Schwächen der Transparenz

Nach dem bisher gefundenen Ergebnis ist die transparente Betrachtung der intransparenten vorzuziehen. Dies entspricht nicht nur der Anknüpfung des Steuerrechts an das Zivilrecht. Auch der Rechtstypenvergleich hat ergeben, dass die KGaA steuerrechtlich einer Personengesellschaft näher steht als einer Kapitalgesellschaft. Der Komplementär ist Mitunternehmer der KGaA oder zumindest wie ein solcher zu behandeln. § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG dient der punktuellen Korrektur, wenn durch die Mitunternehmerbesteuerung nach § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 KStG eine steuerliche Doppelbelastung droht. In einigen Bereichen kann die transparente Betrachtung jedoch aufgrund eines de lege lata entgegenstehenden Gesetzeswortlauts nicht uneingeschränkt umgesetzt werden. Im Folgenden soll nun aufgezeigt werden, in welchen Bereichen sich die transparente Besteuerung durch Auslegung der Norm umsetzen lässt bzw. in welchen Bereichen gesetzliche Änderungen oder zumindest Klarstellungen erforderlich wären, um die Besteuerung des Komplementärs mit aller Konsequenz der Mitunternehmerbesteuerung gleichzustellen.

I.   Nur partielle Berücksichtigung der Besonderheiten der KGaA im Rahmen der Zinsschranke

1.   Kein eigener Betrieb des Komplementärs

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