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Die mitunternehmerische Besteuerung der Komplementäre der Kommanditgesellschaft auf Aktien

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Stephanie Krebbers-van Heek

Die KGaA feiert in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag. Seither ist es nicht gelungen, ein konsistentes Besteuerungssystem zu entwickeln. Diese Arbeit untersucht die konträren intransparenten und transparenten Besteuerungsmodelle und zeigt ihre Konsequenzen für Gewinnermittlung und -verteilung, Organschaft, Umwandlungssteuerrecht, Übertragung von Einzelwirtschaftsgütern, Verfahrensrecht sowie das Doppelbesteuerungsrecht anhand eines fortlaufenden Fallbeispiels auf. Die Arbeit legt die Rahmenbedingungen einer konsequenten KGaA-Besteuerung dar und plädiert für die Mitunternehmerthese, wobei sie sich mit der Korrekturfunktion des § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG, der Gewerbesteuer, der Zinsschranke, der Anwendbarkeit von § 8c KStG sowie § 34a EStG befasst und gesetzgeberischen Handlungsbedarf aufzeigt.
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§ 18 Ausblick

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§ 18   Ausblick

Seit der Gründung der „Banque Général“, der ersten Gesellschaft, deren Struktur im Wesentlichen der einer KGaA entsprach, sind nunmehr fast 300 Jahre vergangen. Der juristische Aufwand, der in dieser Zeit um die zahlenmäßig nur gering verbreitete KGaA betrieben wurde, ist erheblich. Dennoch ist es bisher nicht gelungen, ein anerkanntes und schlüssiges System der KGaA-Besteuerung zu etablieren. Dies ist vor allem der nur rudimentären steuergesetzlichen Regelung der KGaA geschuldet. Der Gesetzgeber erwähnt die KGaA nur an einigen wenigen Stellen – und lässt wesentliche Besteuerungsfragen offen. Dabei ist die KGaA eine Gesellschaftsform, die in der Theorie für viele Unternehmen eine attraktive Struktur aufweist. Die praktische Umsetzung erweist sich aber für den Unternehmer als derart unkalkulierbar, dass sie in der Praxis nur im Einzelfall Anwendung findet.

In dieser Arbeit wurden die bisher in Literatur und Rechtsprechung vertretenen Konzepte der transparenten und intransparenten Betrachtung, sowie ihre jeweiligen Modifikationen unter den wesentlichen Aspekten der laufenden Ertragsbesteuerung sowie des Umwandlungssteuerrechts systematisch verglichen. Hierbei wurden insbesondere die Besteuerungsfolgen bei Anwendung der einzelnen Konzepte anhand konkreter Beispielsfälle nachgewiesen. Die Arbeit kann damit auch einer Abschätzung von Besteuerungsrisiken dienen. Auf Grundlage der Analyse der problembehafteten Besteuerungssachverhalte hat sich herausgestellt, dass die transparente Besteuerung nicht nur die sachgerechtere Besteuerung ist – sie stellt auch eine folgerichtige Umsetzung des Dualismus der Unternehmensbesteuerung dar; denn im Steuerrecht gilt der Grundsatz „substance over form“. Die KGaA ist in der Sphäre des Komplement...

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