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700 Jahre Boccaccio

Traditionslinien vom Trecento bis in die Moderne

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C. Bertelsmeier-Kierst and Rainer Stillers

In diesem Band werden neue Ergebnisse vorgestellt, die anlässlich des 700. Geburtstages Giovanni Boccaccios 2013 im interdisziplinären Dialog zwischen Literaturwissenschaftlern, Historikern, Sozial- und Medienwissenschaftlern in Marburg ausgetauscht wurden. Vor allem sein Hauptwerk in Volgare, das Decameron (Zehntagewerk, eine geistreiche Anspielung auf das Hexameron, das Sechstagewerk der Schöpfungsgeschichte), hat die Literatur und Kunst Europas nachhaltig beeinflusst. Geprägt von zwei Kulturen, dem kommunalen Leben der Republik Florenz und der französischen Hofkultur Neapels, gelingt es Boccaccio, zuvor getrennte Welten, antike Philosophie und höfische Liebe, lateinische und volkssprachliche Diskurse zusammenzuführen.
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Parodierung und spielerische Umkehrung mittelalterlicher Erzählliteratur

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Boccaccios Novelle von Nastagio degli Onesti

I.

Die Novelle von Nastagio degli Onesti (V, 8), eine der bekanntesten des ‘Decameron’, ist schon vielfach besprochen worden, reizt jedoch aufgrund ihrer Komplexität und ihrer Hintergründigkeit immer erneut zur Auseinandersetzung. Verschiedenartige Fragen sind an die Novelle herangetragen worden, so die nach ihrer narrativen Struktur, nach ihrer Beziehung zu mittelalterlichen Formen der Kurzerzählung, nach ihrer Beziehung zu Dante, die Frage nach der Rolle des Übernatürlichen in der Novelle, nach den Beziehungen zwischen bürgerlich merkantiler und höfischer Ideologie, nach der Rezeption des Actaeon-Mythos usw.1 ← 105 | 106 →

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