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Die erste Schrift zur Vergleichenden Erziehungswissenschaft/The First Treatise in Comparative Education

Fridericus Augustus Hechtius: De re scholastica Anglica cum Germanica Comparata (1795–1798)- Lateinisches Original, deutsche und englische Übersetzung/Latin Original, German and English Translation

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Edited By Volker Lenhart

Für Komparatisten der Erziehung galt das 1817 publizierte Forschungsprogramm von Jullien bislang als der Beginn der Vergleichenden Erziehungswissenschaft. Aber die Abhandlung über den englisch-deutschen Bildungsvergleich von Hecht ist rund 20 Jahre älter und in einer sozialhistorischen Situation entstanden, als die alteuropäische Ordnung der Nationen und Staaten in die internationale Ordnung der Nationalstaaten überging. Das Buch bietet eine genaue Betrachtung des Textes von Friedrich August Hecht.
Comparatists of education usually assume that the research program published by Jullien in 1817 is the beginning of comparative education. But the text by Hecht comparing English and German school education is about 20 years older. It originates in a socio-historical situation when the old European order of nations and states is transformed into the new international order of nation states. The present volume offers a close look at the treatise by Friedrich August Hecht.
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Vorwort

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Die Neuedition der historisch ersten Schrift zur Vergleichenden Erziehungswissenschaft erscheint nicht zu Unrecht in der Reihe Heidelberger Studien zur Bildungswissenschaft. Denn das Institut für Bildungswissenschaft (bis 2005 Erziehungswissenschaftliches Seminar) der Universität Heidelberg war während der letzten 50 Jahre in Deutschland wesentlich an der Ausdifferenzierung der Vergleichenden Erziehungswissenschaft als konturierter (Teil-)disziplin beteiligt. Dabei wurden zunächst die europäischen Nachbarländer, dann weitere Industriestaaten wie die USA, in den Blick genommen. Angesichts der Teilung spielte auch der innerdeutsche Vergleich eine Rolle. Seit den 1970er Jahren wurde die komparative Entwicklungsländerforschung ein Schwerpunkt. Ab 1980 wurde mit der Weiterbildung der ausländischen Lehrkräfte des sog. muttersprachlichen Ergänzungsunterrichts (besonders griechischer Kollegen/innen) die Interkulturelle Bildung bearbeitet, die ab der Mitte der 1990er Jahre bewusst eine migrationspädagogische Thematik einschloss. In Heidelberg wurde freilich stets stärker der internationale als der interkulturelle Vergleich betont. In jüngerer Zeit erfolgte ein Anschluss an die bildungsbezogene Globalisierungsdebatte.

Mit der 1966 erfolgten Gründung der Forschungsstelle für Vergleichende Erziehungswissenschaft erhielt die Disziplin eine eigene institutionelle Absicherung.

An komparativer Forschung und Lehre waren besonders die Professoren Hermann Röhrs (emeritiert 1983) und Volker Lenhart (emeritiert 2008), dazu der apl. Professor Ulrich Baumann, der Akademische Oberrat Axel Zimmermann und der wissenschaftliche Mitarbeiter Özkan Ergen beteiligt. Im Jahre 2007 gelang es, den internationalen Koordinator der PISA-Studien der OECD, Andreas Schleicher, als Honorarprofessor für Heidelberg zu gewinnen.

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