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Pensionsverpflichtungen in der Rechnungslegung nach IFRS

Theoretische und empirische Analyse alternativer Bilanzierungskonzepte

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Friederike Hablizel

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen, welche ein seit Jahrzehnten kontrovers diskutierter Bereich in der Rechnungslegung nach IFRS sind. Es stellen sich die Fragen, welche Regelungen zur Pensionsbilanzierung sachgerecht sind und welche Auswirkungen Bilanzierungsänderungen nach sich ziehen können. Die Autorin greift diese Fragen auf und zeigt neben der Reformnotwendigkeit der Pensionsbilanzierung alternative Bilanzierungskonzepte auf. Ein empirischer Teil widmet sich darauf aufbauend der Untersuchung von bilanziellen Auswirkungen einer Reform der Pensionsbilanzierung auf zentrale Kennzahlen. Dies ermöglicht eine Abschätzung der mit einer Bilanzierungsänderung einhergehenden Entscheidungsänderungen von Erstellern und Adressaten und leistet einen Beitrag zur standardsetzungsrelevanten Ex-ante-Forschung.
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6 Schlussbetrachtung und Ausblick

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Die Rechnungslegung für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen unterlag in den vergangenen Jahren verschiedenen Veränderungen. Nach wie vor ist sie Gegenstand der Diskussionen im Hinblick auf eine künftige Überarbeitung. So plant das IASB eine umfassende Neugestaltung und führt die Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen auf der research agenda zur Untersuchung des Überarbeitungsbedarfs des für dieses Bilanzierungsfeld einschlägigen Rechnungslegungsstandards IAS 19. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen theoretisch, durch eine Normenanalyse, und empirisch im Rahmen einer Simulationsstudie, in welcher Auswirkungen unterschiedlicher Bilanzierungsalternativen, die zuvor auf konzeptioneller Basis erörtert wurden, analysiert werden.

Die Ausgestaltung von betrieblichen Pensionszusagen wird in Deutschland insbesondere durch die Vorgaben des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG) geregelt. Entsprechend wird hierdurch determiniert, ob und welche Leistungsverpflichtungen beim arbeitgebenden Unternehmen verbleiben. Das BetrAVG legt den rechtlichen Rahmen für die Gewährung von Pensionszusagen fest. Dabei sieht das BetrAVG die Gewährung reiner Beitragszusagen, bei denen das zusagenden Unternehmen, mit Ausnahme der Verpflichtung zur Leistung von Beiträgen an einen externen Versorgungsträger, keine weitere Verpflichtung hat, nicht vor. Demgegenüber grenzt der einschlägige Rechnungslegungsstandard IAS 19 jedoch entsprechend diesem Kriterium beitragsorientierte von leistungsorientierten Zusagen ab. Während in der Literatur überwiegend die Ansicht vertreten wird, dass eine Einordnung als beitragsorientierte Zusage ungeachtet der Vorgaben des deutschen Gesetzgebers auf Grund einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise mit Rückgriff auf die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme möglich ist, ist dies auf Grund der Verpflichtungen, die je nach Zusageart beim Unternehmen verbleiben, nicht unkritisch, da IAS...

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